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Landhaus & Chauffeurshaus Koenigsallee 17B & 19

Obj.-Dok.-Nr.: 09046511
Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteil: Grunewald
Strasse: Koenigsallee
Hausnummer: 17B & 19
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Landhaus & Chauffeurshaus
Datierung: 1921-1922
Umbau: 1927 & 1952
Bauherr: Goldberg, Arnold (Bankier)
Entwurf: Risse und Bett

An der Biegung der Koenigsallee (Nr. 17b/19) liegt das Landhaus Goldberg der Architekten Risse & Bett von 1921/22. Seine Schmalseite richtet sich zur Hertha- und Lynarstraße, die zur Erbauungszeit noch in die Koenigsallee einmündeten. Die Orientierung der Hauptfassaden in den parkartig angelegten Garten bewahrt trotz der exponierten Lage das Private: Die Eingangsseite mit Freitreppe, hausteingegliedertem Rundbogenportal und Balkonaustritt liegt im westlichen Gartenteil, die eigentliche Gartenseite mit einer ehemals offenen, hausteinernen Loggia vor den wichtigsten Gesellschaftsräumen, Speisesaal und Salon, im östlichen. Der im Norden angebaute Küchentrakt wurde unter Aufnahme der wichtigsten Gestaltungselemente erst 1927 errichtet, in dem Jahr, in dem auch das rückseitige Garagengebäude seine heutige Gestalt erhielt. (291) Typologisch gehört das Landhaus des Bankiers Goldberg zu der großen Gruppe konservativer Bauwerke, die eng mit den Gebrüdern Schellenberg in Zusammenhang steht und sich durch die Symmetrie der Fassaden, durch Zweigeschossigkeit, Sattel- oder Walmdach und Rundbogenfenster im Hauptgeschoß auszeichnet. Herausgehoben wird es durch die Dezenz der Architektur und das Augenmaß im Dekor.


291) Veränderung der großzügigen Grundrisse 1952; 1958/59 Einbauten von Büros.

Literatur:
  • Topographie Wilmersdorf/Grunewald, 1993 / Seite 158f.