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Pförtnerhaus des Palais Mendelssohn

Obj.-Dok.-Nr.: 09046490
Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteil: Grunewald
Strasse: Herthastraße
Hausnummer: 5
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Pförtnerhaus
Datierung: 1896-1898
Entwurf: Ihne, Ernst Eberhard von
Bauherr: Mendelssohn, Franz von (Bankier)
Ausführung: Reimarus und Hetzel

Den südlichen Abschnitt der Herthastraße prägen die Bauten des "Palais Mendelssohn", der einzigen prominenten Großvilla, die aus der Gründungsphase der Kolonie erhalten ist. Ihre Bauten übergreifen mit dem ehemaligen Pförtnerhaus und den in den siebziger Jahren zum Wohnhaus umgebauten Stallungen (161) den Straßenzug, während die Villa in etwa die Mitte des riesigen Grundstücks am Herthasee mit axialer Ausrichtung auf die Bismarckallee einnimmt. Sie hat nach schwersten Kriegsschäden umfangreiche moderne Ergänzungen erfahren. Geblieben ist die stadthistorische und städtebauliche Bedeutung des Palais', die Konfiguration seiner wichtigsten Gebäude. Die Gesamtanlage ist das letzte Beispiel des seinerzeit hoch in der Gunst des Kaiserhauses stehenden und mehrfach auch in Grunewald für die Hochfinanz tätigen Architekten Ernst Ihne. Pförtnerhaus und Stallgebäude besitzen einen malerischen, dem englischen Landhausstil entlehnten Charakter. Der reizvolle Kontrast zwischen den Maßroten Klinkern und dem streng geometrischen Muster des dunkel abgesetzten Fachwerks mit seinen hellgeputzten Ausfachungen sowie die handwerkliche Qualität der Details bezeugen den Rang des Architekten.


161) Einbauten von Wohnungen und Ausbau des Dachgeschosses 1972; großflächige Verglasungen anstelle der alten Tordurchfahrten.

Literatur:
  • Topographie Wilmersdorf/Grunewald, 1993 / Seite 90