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Villa Müller-Breslau

Obj.-Dok.-Nr.: 09046468
Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteil: Grunewald
Strasse: Hagenplatz
Hausnummer: 5
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Villa
Datierung: 1893-1894
Entwurf: Stahn, Otto
Bauherr: Müller-Breslau, Heinrich (Rektor & Statiker)
Ausführung: Th. Möbus (Zimmermeister & Bauunternehmen)

Die beiden Bauten, die sich am engsten mit dem Hagenplatz in eine räumliche Beziehung setzen lassen, stehen, dem Kiosk benachbart, an dessen Ostseite. Schon 1893/94 schuf Otto Stahn am Hagenplatz 5 sein malerisches Landhaus für den Rektor der Technischen Hochschule Heinrich Müller-Breslau. Es gehört damit zu den ältesten erhaltenen Bauten der Kolonie. Nach Umfang, Stellung und Erscheinung vergleichbar präsentiert sich das südlich anschließende, 1897 von Franz Goltsch ausgeführte Landhaus des Bauunternehmers Holmgren am Hagenplatz 7. Beide Bauten verbindet die gleiche Einfriedung des transparenten Schuppengeflechtzauns, wodurch der Eindruck eines noch näheren Heranrückens an die Straße vermittelt wird. An dem Bau des Neogotikers Otto Stahn fällt auf, daß die für ihn eigentlich charakteristischen Stilelemente an der Hauptfassade nahezu vollends fehlen, statt dessen aber der gesamte nördlich auskragende Bauteil das Formenrepertoire der Neogotik wiedergibt. Die giebelständige Hauptfront hingegen ist dem gängigen malerischen Landhausstil, zu dessen Hauptcharakteristika die kontrastierenden Baumaterialien Klinker, Putz, Holz und Schiefer gehören, verpflichtet. (226) Von ähnlich polychromer Wirkung ist das Landhaus Holmgren. Der Hauptunterschied besteht in der noch reicheren Höhenstaffelung des Bauwerks und dem noch deutlicheren Verzicht auf Stildetails. (227)


226) Im Innern erstmals 1925, zuletzt 1950 geringfügige Umbauten für eine Altenheimnutzung. Lit.: BusB IV C (vgl. Anm. 113), Obj. 1536; Hessling III, Taf. 18f.227) Innenausbau 1934 und 1956/57. Hessling II, Taf. 49-55.

Literatur:
  • BusB IV B 1974 / Seite Obj. 1536
  • Hessling, Hausthüren und Thore III, 1900 / Seite 124
  • Topographie Wilmersdorf/Grunewald, 1993