denkmal  

 

Liste, Karte, Datenbank - Denkmaldatenbank

ehem. Pförtnerhaus der Villa Griebenow

Obj.-Dok.-Nr.: 09046397
Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteil: Grunewald
Strasse: Bismarckallee
Hausnummer: 13A
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Pförtnerhaus
Datierung: 1902
Entwurf: Schaudt, Johann Emil (Architekt)
Bauherr: Griebenow, Albert Hermann Graf von (Gothaischer Kammerherr)
Ausführung: Arthur Spiegel (Baugeschäft)

Nicht nur der malerisch gruppierte Einzelbau, auch die durch unterschiedliche Höhenlagen, durch Hallen, Vorbauten und Nebengebäude "malerisch gruppierte Anlage" (156) wurde ein Charakteristikum der Villenkolonie. Beispielhaft dafür stand an der Westseite des Johannaplatzes die Villa Griebenow des Lichterfelder Architekten Ludwig Otte, von deren weitläufigem Besitz die Einfriedung, das Belvedere und das monumental wirkende Pförtnerhaus erhalten sind, während das palaisartige Hauptgebäude, das sich, auf die Gartenanhöhe zurückgesetzt, mit Noblesse zur Weite des Platzes öffnete, nach Kriegszerstörungen einem weitgehenden Neubau weichen mußte. Das Belvedere sollte dem Wunsch des Bauherrn zufolge "an der lebhaften Hauptstraße der Kolonie gegen das Wetter geschützte Sitzplätze zum "Auslug" haben". Zugleich war es auf der Feldsteinmauer der Gartenecke herausgehoben und damit ein Blickfang für den vom Bismarckplatz Kommenden. Als Emil Schaudt - er erbaute das Kaufhaus des Westens und die Dänische Botschaft - 1903 das Pförtnerhaus errichtete, nahm er mit dem feldsteinverblendeten Souterrain, den Giebel- und Dachformen nicht nur Elemente der Hauptanlage auf, sondern er variierte auch das Formenrepertoire des Villenstils, indem er die Treppenanlage des Eckturms aus der offenen Halle in das Obergeschoß führte. (157)


156) DBZ (33) 1899, S. 421.157) Ebd.; Einträge in der Bauakte legen die Vermutung nahe, daß das Bauwerk als Verwaltungsbau der von Graf von Griebenow vertretenen Immobiliengesellschaft errichtet wurde. Diese Gesellschaft war in der Kolonie an zahlreichen Bauprojekten beteiligt.

Literatur:
  • Topographie Wilmersdorf/Grunewald, 1993 / Seite 88f.