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Rosa-Luxemburg-Gedenkstele

Obj.-Dok.-Nr.: 09045153
Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Ortsteil: Friedrichshain
Strasse: Weinstraße
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Gedenkstätte
Datierung: 1977
Entwurf: Junge, Günther (Bildhauer)
Bauherr: Rat des Stadtbezirks

Vor der südwestlich gelegenen Weinstraße 1-2 wurde 1977 innerhalb eines in den siebziger Jahre entstandenen Wohngebiets eine Gedenkstele zur Erinnerung an Rosa Luxemburg errichtet. An dem durch die Stele gekennzeichneten Ort - gegenüber des Eingangs einer nach Rosa Luxemburg benannten Grundschule - befand sich einst das "Königlich-Preußische Weibergefängnis", in dem die Mitbegründerin der "Gruppe Internationale" (Spartakusbund) von Februar 1915 bis Februar 1916 inhaftiert war. Eine runde Inschriftplatte informiert über die Geschichte des Ortes. Das Eisengitter der Rosa-Luxemburg-Gedenkstele, die der Bildhauer Günther Junge schuf, verweist in skulpturaler Weise auf Gefängnisstäbe. (1) Nachdem das in der DDR langjährig diskutierte Vorhaben, zu Ehren Rosa Luxemburgs eine repräsentative Großplastik auf dem zentralen Rosa-Luxemburg-Platz aufzustellen, aus politischen Gründen gescheitert war, wurde statt dessen dieses einfache Gedenkzeichen in der Weinstraße eingeweiht.


(1) Vgl. Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Hauptstadt Berlin I, S. 441; Berlin-Friedrichshain, S. 17, 67; Endlich /Wurlitzer, S. 238; Erhalten, zerstören, verändern, S. 38.

Literatur:
  • Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983 / Seite 441
  • Berlin-Friedrichshain - Baudenkmale, Gedenkstätten, Plastiken, 1975 / Seite 17, 67
  • Endlich, Wurlitzer/ Skulpturen und Denkmäler, 1990 / Seite 238
  • Erhalten, Zerstören, Verändern? Ausst.-Kat. Berlin 1990 / Seite 38
  • Topographie Friedrichshain, 1996 / Seite 90