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U-Bhf. Märkisches Museum

Obj.-Dok.-Nr.: 09035425
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Wallstraße
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Bahnhof (U)
Datierung: 1911-1913
Entwurf: Grenander, Alfred Frederik Elias (Architekt)

Der U-Bahnhof Märkisches Museum in der Wallstraße gehört zu den Bahnhöfen der 1906-13 erbauten Innenstadtlinie zwischen Potsdamer Platz und Alexanderplatz, die von Alfred Grenander nach einem einheitlichen Konzept gestaltet wurden. (1) Wie der Bahnhof Klosterstraße liegt dieser bis 1935 "Bahnhof Inselbrücke" genannte U-Bahnhof in der Rampensenkung für die Untertunnelung der Spree. Wegen der größeren lichten Höhe des Raumes konnte anstelle der ebenen Trägerdecke hier ein stützenfreies Gewölbe in Form eines Korbbogens mit hell glasierten Verblendklinkern eingesetzt werden. Die zweigleisige Bahnsteighalle mit Mittelbahnsteig, die von einem Zwischengeschoss an beiden Enden erschlossen wird, vermag mit ihren erhaltenen Ausstattungsdetails der Erbauungszeit wie grün gerahmten Reklamefeldern, elliptischen Stationsschildern, Bahnsteighäuschen und Holzbänken, ihre architektur- und verkehrsgeschichtliche Bedeutung eindrucksvoll zu vermitteln. Die in Berlin ungewöhnliche Raumform der leicht gekrümmten Tunnelröhre erzeugt einen dem modernen Verkehrsmittel U-Bahn angemessenen dynamischen Eindruck. Die Zugänge auf Mittelinseln in der Wallstraße sind mit bauzeitlichen schmiedeeisernen Gittern eingefasst, die Portalbögen sind verändert worden.


(1) Vgl. BusB X, Bd. B (1), S. 46 und 117.

Literatur:
  • BusB X B 1 1979 / Seite S. 117
  • Bohle-Heintzenberg, Architektur der Hoch- und U-Bahn, 1980 / Seite 399
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003