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Roßstraßenbrücke

Obj.-Dok.-Nr.: 09035403
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Fischerinsel & Neue Roßstraße
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Brücke & Straßenbrücke
Entwurf: Hoffmann, Ludwig Ernst Emil (Architekt)

Die Roßstraßenbrücke verbindet die Neue Roßstraße mit der Fischerinsel. Sie liegt an einem der ältesten Brückenstandorte Berlins. Hier bestand bereits im 13. Jahrhundert ein Übergang, die Köpenicker Brücke, nahe dem mittelalterlichen Stadttor nach Süden in Richtung Köpenick. An Stelle des Vorgängerbaus entstand 1899-1901 nach Entwurf Ludwig Hoffmanns die massive einjochige Brücke. Die lichte Weite des Korbbogens aus Sandstein beträgt achtzehn Meter. Als die Brücke 1901 dem Verkehr übergeben wurde, zählte sie mit reichem Skulpturenschmuck des Bildhauers August Vogel zu den schönsten Brückenbauten der Stadt. (1) Im Zweiten Weltkrieg wurde sie beschädigt, das Gewölbe durchschlagen und die Brüstungen mit dem plastischen Schmuck zerstört. Die Wiederherstellung erfolgte 1958 in vereinfachter Form.


(1) Vgl. Hoffmann 1902-1912, Bd. II, S. A XIII, Taf. 32-35.

Literatur:
  • Krause, Hedde/ Brückenbauten, 1922 / Seite 26
  • N.N./ (Modell zur Rossbrücke in Berlin) in
    Berliner Architekturwelt 4 (1900) / Seite 123
  • Ebe, Gustav/ Brücken im Stadtbilde in
    Der Städtebau 3 (1906) / Seite 162
  • N.N./ (Rosstrassenbrücke in Berlin. Erker und Brüstung) in
    Berliner Architekturwelt 7 (1905) / Seite 384-385
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 223 f.