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Otto-Nagel-Haus

Obj.-Dok.-Nr.: 09035394
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Märkisches Ufer
Hausnummer: 16
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Bürgerhaus
Fertigstellung: vor 1780
Bauherr: Sulecke, Andreas (Fischermeister)

Das heute als Otto-Nagel-Haus, Märkisches Ufer 16, bekannte und als Museum genutzte Gebäude ist vermutlich vor 1780 für den Seidenfärber Peter Thorel gebaut worden. 1780 wurden ein Vorderhaus, zwei Seitenflügel und ein Quergebäude feuerversichert, in dem zweigeschossigen Quergebäude war eine Seidenfärberei verzeichnet. (1) Trotz etlicher Eigentümerwechsel blieb das Grundstück im Besitz von Seidenfärbern und Kattundruckern. Vom ursprünglichen Bestand ist das dreigeschossige Vorderhaus mit Mansarddach erhalten. Die glatte Wandfläche ist durch einen leicht vorspringenden, zweiachsigen Mittelrisalit mit halbrunder Durchfahrt gegliedert, zierliche Gurtgesimse verdeutlichen die Stockwerksteilung des dreigeschossigen Hauses. Während die Fassade von der statischen Tektonik horizontaler und vertikaler Elemente bestimmt ist, wird die Dynamik barocker Gestaltung an der Treppenanlage spürbar. Sie schwingt sich über der Durchfahrt um ein ellipsenförmiges Auge in die oberen Geschosse, die Eleganz der Bewegung setzt sich bis in die Schneckenmotive am Handlauf und am Beginn der Wange fort.


(1) Landesarchiv Berlin, Bestand Feuersozietät, ARep. 180, Film 36, Bd. 257, S. 625.

Literatur:
  • Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983 / Seite 249
  • Schachinger, Erika, Alte Wohnhäuser in Berlin, Berlin 1969 / Seite 47ff.
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 295 f.