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Luisenstädter Bank

Obj.-Dok.-Nr.: 09035380
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Köpenicker Straße
Hausnummer: 95
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Bankhaus
Fertigstellung: 1899
Entwurf: Knoblauch, Gustav (Architekt)

Die südliche Begrenzung des Schulze-Delitzsch-Platzes wird heute von dem letzten erhaltenen historischen Gebäude auf dieser Seite bestimmt. Den fünfgeschossigen Putzbau Köpenicker Straße 95 hat Gustav Knoblauch 1898-99 für die ehemalige Luisenstädtische Bank entworfen. Die beiden unteren Geschosse wurden von der Bank genutzt, die drei oberen Wohngeschosse mit vornehmen Vierzimmerwohnungen, sind durch ein Schriftband mit dem Firmennamen abgesetzt. Der schlichte, in den Formen der Neorenaissance gegliederte Baukörper folgt der abknickenden Köpenicker Straße und überspielt diesen Winkel durch einen halbrunden Erker mit geschweifter Dachhaube. Der Stufengiebel über der Mittelachse und die dekorativen Architekturteile sind in Sandstein gefertigt. Die Geschäftsräume der Bank im Erdgeschoss erreicht man durch ein kreuzgratgewölbtes Foyer, die breite Kragstufentreppe mit aufwändig geschnittenen Brettbalustern unterstreicht den noblen Charakter des Gebäudes. Die beiden unteren Geschosse und die im Keller befindlichen Tresorräume der Bank sind durch eine interne Treppe verbunden.

Literatur:
  • Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983 / Seite S. 255
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 407