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Mietshaus Joachimstraße 11A

Obj.-Dok.-Nr.: 09035261
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Joachimstraße
Hausnummer: 11A
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Fertigstellung: 1838
Umbau: um 1890
Bauherr: Kraatz, Albert Ferdinand (Fuhrherr)

Die historischen Wohnbauten in der um 1700 angelegten Joachimstraße zeichnen die Entwicklung dieses Vorstadtbereichs vom späten 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts nach. (1)

Die in unmittelbarer Nachbarschaft erhaltenen Wohnhäuser Joachimstraße 6, 10, 11A, 14, 15 und 16 aus der Zeit zwischen 1830 und 1840 bilden mit ihren jeweiligen Besonderheiten ein Ensemble von Baudenkmalen, welches in der Spandauer Vorstadt einmalig ist. Neben der Überlieferung des historischen Gebäudegrundrisses belegen vor allem die handwerklichen Details und Ausstattungen der hölzernen Treppenanlagen typologische Besonderheiten des Berliner Mietshauses in diesem Zeitraum. (2)

(...)

Das dreigeschossige Mietshaus Joachimstraße 11A gehört zu den Wohngebäuden aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, obwohl die in Renaissanceformen gehaltene, 1890 erneuerte Straßenfassade das nicht vermuten lässt. Es wurde bereits 1838 erbaut. Ein bei Bauarbeiten gefundenes Merkblatt von 1837 bestätigt diese Datierung. Die ursprünglich klassizistische Gestaltung der Fassaden ist noch auf der Hofseite überliefert. Ebenfalls erhalten ist die sich um ein rechteckiges Treppenauge windende dreiläufige Holztreppe mit gefelderten Wangen und schlanken profilierten Geländerstäben. Um 1890 veranlasste der Fuhrunternehmer Albert Ferdinand Kraatz die bauliche Erweiterung um einen Wohnquerflügel sowie um ein Stall- und Remisengebäude. Die Straßenfassade erhielt eine Putzquaderung im Erdgeschoss, durchlaufende Gurt- und Sohlbankgesimse und segmentbogige Fensterverdachungen.


(1) Die Straße hieß zuerst Heidereitergasse nach dem hier bis 1712 wohnhaften Heidereiter. 1834 in Waldemarstraße umbenannt, erhielt sie nach weiteren Umbennungen 1862 ihren heutigen Namen.

(2) Vgl. Hübner 1995, S. 14-15, 63, 66-67.

Literatur:
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 496