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Volkskaffeehaus Volks-Café und Speisehallengesellschaft

Obj.-Dok.-Nr.: 09035114
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Neue Schönhauser Straße
Hausnummer: 13
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Wohn- und Geschäftshaus & Restaurant & Cafe
Datierung: 1890-1891
Entwurf: Messel, Alfred (Architekt)
Bauherr: Volks-Kaffee- und Speisehallengesellschaft

Im Unterschied zu den für ein elegantes Publikum bestimmten Wiener Caféhäusern der Zeit nach der Wiener Weltausstellung 1873 diente das Volkskaffeehaus Neue Schönhauser Straße 13 einem gemeinnützigen Zweck. (1) Der Architekt Alfred Messel errichtete es 1890-1891 für die "Volkskaffeehaus- und Speisehallengesellschaft", zeitgleich mit einem Haus gleicher Bestimmung in der Chausseestraße 105 (Liste Nr. 203). Nach zeitgenössischer Fachmeinung zählte das zum Frühwerk Messels gehörende Gebäude zu den bemerkenswertesten Häusern des neuen Berlin. "In diesen Kaffeehallen sollte eine möglichst große Zahl Unbemittelter, und zwar Männer und Frauen getrennt, Kaffee mit Zubrot für ein Billigstes erhalten und verzehren können. " (2) Den viergeschossigen Baukörper gestaltete Messel im Stil der deutschen Renaissance mit Altan, Zwerchhaus, Erker und Giebel. Die beiden Kaffeehallen im Erdgeschoss werden über zwei große Rundbogenfenster belichtet. Mit dem asymmetrischen Fassadenaufbau reagierte Messel auf die unterschiedlichen Wohnungstypen in den Obergeschossen. Die 1997 nach Freilegung und Restaurierung wiedergewonnene Ornamentbemalung und der Schriftzug auf der sandfarbenen Putzfläche unterstützen die malerische Gesamtwirkung.


(1) Vgl. BusB 1896, Bd. III, S. 17.

(2) Vgl. BusB 1896, Bd. III, S. 17.

Literatur:
  • Architektonische Rundschau 11 (1895) 9 / Seite Tf. 65,
  • BusB II/III 1896 / Seite 17
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 450
  • Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983