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Ensemble Friedrichstraße I

Obj.-Dok.-Nr.: 09035001
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Friedrichstraße
Hausnummer: 81 & 82 & 165 & 166 & 167 & 168 & 171
Strasse: Behrenstraße
Hausnummer: 25 & 26 & 27
Strasse: Französische Straße
Hausnummer: 18
Denkmalart: Ensemble
Sachbegriff: Bauwerksensemble

Die wenigen erhaltenen historischen Büro- und Geschäftshäuser sowie einige Wohn- und Geschäftshäuser, Friedrichstraße 81-82, 165-168, 171, stammen aus der Entstehungszeit der Geschäftsstadt Berlin, meist aus der Zeit zwischen 1890 und dem Ersten Weltkrieg. Das städtebauliche Konzept für die Neubebauung entlang der Friedrichstraße nach der Wiedervereinigung der Stadt im Jahre 1990 sah eine Blockrandbebauung entlang den historischen Straßenfluchten und die Rücksichtnahme auf die so genannte "Berliner Traufhöhe" vor. Jenseits der Traufkante von 22 Metern durften die neuen Kauf- und Geschäftshäuser jedoch mit Staffelgeschossen bis zu einer Höhe von 30 Metern aufgeführt werden. Auf diese Weise wurde ein gewisser Ausgleich zwischen Alt und Neu erreicht und die historische Geschäftsstadt nicht vollständig negiert, sondern weitergebaut. Aber ähnlich wie die Geschäftsbauten der Kaiserzeit die Barockstadt überlagerten, so dominieren heute eindeutig die modernen Bauten, da sie sich oft über viele Parzellen mit einheitlicher Fassade erstrecken und deren vergleichsweise gewaltige Masse und Höhe trotz der mildernden Gliederung wirksam bleibt.

Bei der Bebauung des "Hofgarten-Karrees" nordwestlich des Gendarmenmarkts zwischen Charlotten- und Friedrichstraße wurde versucht, auch die historische Parzellenstruktur zu berücksichtigen. Anlass dafür war der Erhalt einiger qualitätsvoller Wohn- und Geschäftshäuser im Karree und einer Gruppe von hochkarätigen Geschäftshäusern jenseits der Friedrichstraße.

An der Kreuzung Friedrichstraße und Behrenstraße sind aus der kaiserzeitlichen Geschäftsstadt zwei gegenüberliegende historische Eckbauten, eine Gruppe von zwei Wohnhäusern und ein ehemaliges Brauerei-Ausschankgebäude erhalten, die den Maßstab der kaiserzeitlichen Bebauung bewahrt haben und als Anknüpfungspunkt für die Neubauten dienten.

Literatur:
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 343