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Mietshaus Körtestraße 18

Obj.-Dok.-Nr.: 09031181
Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Ortsteil: Kreuzberg
Strasse: Körtestraße
Hausnummer: 18
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1897-1898
Entwurf: Nauenberg (Baumeister)
Bauherr: Nauenberg (Baumeister)

Die erst in den 1890er Jahren in rascher Folge bebaute Körtestraße (bis 1933 Camphausenstraße) verfügt in weiten Teilen noch über ältere Bausubstanz. Gleichwohl haben in der Nachkriegszeit viele Mietshäuser ihre alten Stuckfassaden verloren. Eine Ausnahme bildet das Mietshaus Körtestraße 18, das 1897-98 nach Entwurf des Baumeisters Nauenberg entstand. Nauenberg war kurzfristig auch Eigentümer des Hauses, das er jedoch bald nach Fertigstellung veräußerte. Als Eigentümer eines Ateliers für Architektur und Bauausführungen sowie als Direktor von gleich zwei Terraingesellschaften gehörte er zu den typischen Unternehmerfiguren, die seinerzeit mit dem Wohnungsbau hohe Gewinne erzielten. Das Mietshaus wurde für Mittelschichtansprüche konzipiert. Es besteht aus einem fünfgeschossigen Vorderhaus und einem hofseitigen viergeschossigen Seitenflügel mit ausgebautem halbem Mansarddach. In jeder Etage gibt es eine Wohnung mit drei und eine mit fünf Zimmern. Die symmetrische Straßenfassade mit dem geraden Traufabschluss wird durch Balkone und Erker wirkungsvoll belebt. Ein verhalten neobarocker Stuckdekor überzieht sämtliche Geschosse. Von besonderer Pracht ist die reich stuckierte Supraporte über dem Eingangsportal. Das zur Straße sichtbare Souterrain stellt ein älteres, zur Jahrhundertwende schon nicht mehr übliches Element des Massenwohnungsbaus dar. Das Erdgeschoss ist demzufolge nicht ebenerdig, sondern als Hochparterre angelegt. Im Souterrain befinden sich heute Läden.

Literatur:
  • Topographie Friedrichshain-Kreuzberg/Kreuzberg, 2016 / Seite 334