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Mietshaus Oranienstraße 174

Obj.-Dok.-Nr.: 09030782
Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Ortsteil: Kreuzberg
Strasse: Oranienstraße
Hausnummer: 174
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1847
Entwurf: Rutzer, Samuel David (Maurermeister)
Bauherr: Schneider (Maurerpolier)

Das Mietshaus Oranienstraße 174 zählt zur ältesten Bebauung am ehemaligen Luisenstädtischen Kanal. Das Haus ist Bestandteil einer frühen, bereits um 1850 erstellten Blockrandbebauung zwischen Oranienplatz und Adalbertstraße. Es wurde 1847 von Maurermeister Samuel David Rutzer für den Maurerpolier Schneider errichtet. Das viergeschossige Gebäude besitzt einen symmetrischen Fassadenaufbau in klassizistischen Formen. Die äußeren Achsen sind risalitartig vorgezogen und um ein Mezzaningeschoss erhöht. Der Straßenfront fehlt jeglicher figürlicher oder ornamentaler Bauschmuck. Architektonische Gliederungselemente wie Sohlbankgesimse und waagerechte Fensterverdachungen beleben die Fassade. Eine feine Putzquaderung überzieht die gesamte Front. Ursprünglich war das Haus mit zum Teil nicht abgeschlossenen Kleinwohnungen ausgestattet. Der 1884 durchgeführte Ladeneinbau im Erdgeschoss steht beispielhaft für den seinerzeit einsetzenden Wandel der Oranienstraße zu einer Geschäfts- und Einkaufsstraße. Aus dieser Zeit stammen auch die gusseisernen, kannelierten Pfeiler, die Markenzeichen zahlreicher Ladenfronten im Bereich der Oranienstraße sind. Erschlossen wird das Haus über das rechts angeordnete, hoch aufragende Rundbogenportal und die dahinterliegende Durchfahrt. Auf dem Hof befindet sich noch ein 1865 errichtetes Quergebäude.

Literatur:
  • Topographie Friedrichshain-Kreuzberg/Kreuzberg, 2016 / Seite 223 f.