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Mietshaus Nostitzstraße 41 Riemannstraße

Obj.-Dok.-Nr.: 09030755
Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Ortsteil: Kreuzberg
Strasse: Nostitzstraße
Hausnummer: 41
Strasse: Riemannstraße
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1870
Entwurf: Isaac (Zimmermeister)
Bauherr: Goldbach, Christian August (Tischlermeister)

Die Entwicklung des umliegenden Quartiers bildet sich anschaulich auch in dem gegenüberliegenden Mietshaus Nostitzstraße 41 ab, das 1870 für den Tischlermeister Christian August Goldbach errichtet wurde. (1) Es war als Wohngebäude für Arbeiter und kleinbürgerliche Mieter gedacht. Das Gebäude setzt sich aus Vorderhaus und linkem Seitenflügel zusammen, während die ursprünglich zugehörige Remise heute nicht mehr existiert. Nach dem von James Hobrecht erstellten Bebauungsplan, der seit 1862 galt, sollte sich das Mietshaus in einen geschlossenen Blockrand eingliedern, weshalb das Vorderhaus fensterlose Brandwände erhielt. Doch als 1875 wohl auf Betreiben der Bau-Gesellschaft Belle Alliance die Riemannstraße in das Straßenraster eingefügt wurde, änderte sich die städtebauliche Situation. Die nördliche Brandwand bildete nun die Straßenfront zur Riemannstraße, allerdings ohne dass dies dort auch zur Ausbildung einer richtigen durchfensterten Fassade geführt hätte. Die Brandwand wurde lediglich durch Gesimse und Stuckrahmen gegliedert. Das Haus ist fünfgeschossig angelegt, doch da auch das Souterrain als Wohn- und Geschäftseinheit genutzt werden konnte, verfügte es eigentlich über sechs Etagen. Die Fassade an der Nostitzstraße wird durch Gesimse waagerecht gegliedert. Ein flach übergiebeltes Portal gibt dem Haus eine klassizistische Note. 1988-89 erfolgte eine grundlegende Sanierung.


(1) Wichmann, Jürgen: Nostizstraße 41. Eine typische Baugeschichte. In: Nostitzritze. Eine Straße in Kreuzberg, hrsg. vom Geschichtskreis Kreuzberg, Berlin 1992, S. 15-17.

Literatur:
  • Topographie Friedrichshain-Kreuzberg/Kreuzberg, 2016 / Seite 406 f.