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Mietshaus Nostitzstraße 21

Obj.-Dok.-Nr.: 09030748
Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Ortsteil: Kreuzberg
Strasse: Nostitzstraße
Hausnummer: 21
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1865-1868
Entwurf: Bischoff (Zimmermeister)
Bauherr: Engel & Loeft & Glathe & Klotsch

Eines der ältesten Gebäude des Straßenzugs ist das Mietshaus Nostitzstraße 21, das bereits 1865-68 von Zimmermeister Bischoff errichtet wurde. (1) Es besteht aus dem Vorderhaus sowie einem links anschließenden Seitenflügel. Die gut erhaltene Fassade zeigt in anschaulicher Weise die Stiltendenzen, die vor der Reichsgründung im Massenwohnungsbau vorherrschend waren. Bischoff stattete das fünfgeschossige Haus mit einer flächigen spätklassizistischen Putzfassade aus. Die Straßenfront verfügt kaum über glanzvolle Schmuckelemente, sondern zeigt eine stark waagerecht ausgerichtete Gliederung. Ihre repräsentative Erscheinung verdankt sie nicht zuletzt dem streng symmetrischen Aufbau. Gestalterisches Hauptmotiv ist der zweiachsige Mittelrisalit, der durch einen flachen Dreiecksgiebel sowie durch drei vollplastisch gearbeitete Musen im letzten Obergeschoss betont wird. (2) Vom bossiert ausgeführten Erdgeschoss heben sich die Glattputzflächen der Obergeschosse ab. Betont sind das erste und zweite Obergeschoss. Beide Etagen nahmen die vornehmsten Wohneinheiten auf, was man an den großen Geschosshöhen und den aufwendigen Fensterrahmungen und Verdachungen sehen kann. Ein markantes Relikt der früheren Nutzung sind die straßenseitigen Kellerhälse, die den Zugang zum Souterrain ermöglichen.


(1) Blöcker, Franziska/Kherraz, Heidemarie: Die Kleinkinderbewahranstalt im Haus Nostitzstraße 21. In: Nostitzritze. Eine Straße in Kreuzberg, hrsg. vom Geschichtskreis Kreuzberg, Berlin 1992, S. 19-20.

(2) Ganz, Cornelia: Wohnen hinter Stuckfassaden. In: Nostitzritze. Eine Straße in Kreuzberg, hrsg. vom Geschichtskreis Kreuzberg, Berlin 1992, S. 12.

Literatur:
  • Topographie Friedrichshain-Kreuzberg/Kreuzberg, 2016 / Seite 405 f.