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Mietshaus Möckernstraße 66

Obj.-Dok.-Nr.: 09030724
Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Ortsteil: Kreuzberg
Strasse: Möckernstraße
Hausnummer: 66
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1872-1873
Entwurf: Caspar, Paul (Architekt & Steinmetzmeister)
Bauherr: Caspar, Paul (Architekt & Steinmetzmeister)

1872-73 ließ der Architekt und Steinmetzmeister Paul Caspar in der Möckernstraße 66 nach eigenem Entwurf und auf eigene Kosten ein vornehmes, großstädtisches Mietshaus errichten. Der viergeschossige Bau war eines der ersten Wohngebäude am südlichen Ende der Möckernstraße. Von der Bauform und Massengliederung war das Haus bereits auf eine hohe bauliche Verdichtung des Blocks vorbereitet. Auf- und Grundrisse legte Caspar vollkommen symmetrisch an. Mit seinen beiden langgestreckten Seitenflügeln umschließt das Haus rückwärtig einen schlauchartigen gepflasterten Innenhof. Die gut erhaltene Fassade mit aufgeputzten Schmuck- und Gliederungselementen in verhaltenen Neorenaissanceformen überzeugt durch ihren ausgewogenen, gut proportionierten Aufbau. Im Kontrast zu den glatt geputzten Wandflächen der Obergeschosse steht die markante Putzquaderung des Hochparterres, das durchgehend von Rundbogenfenstern belichtet wird. Ein repräsentatives Motiv sind die in den äußeren Achsen ausgebildeten zweigeschossigen Erker. Die großzügig geschnittenen Vorderhauswohnungen konnten nach Bedarf mit den Drei-Zimmer-Wohnungen der Seitenflügel zusammengefasst werden. Zum Wohnen diente auch das von der Straße zugängliche Souterrain, in dem einfache Wohnungen untergebracht waren. Zwar haben die Hoffronten ihre alte Putzgliederung verloren, doch ist mit den zum Garten orientierten Loggien an der Stirnfront der Seitenflügel ein qualitätvolles Ausstattungsmerkmal erhalten geblieben.

Literatur:
  • Topographie Friedrichshain-Kreuzberg/Kreuzberg, 2016 / Seite 384 f.