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Schering AG

Obj.-Dok.-Nr.: 09030377
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Gesundbrunnen
Strasse: Gerichtstraße
Hausnummer: 27
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Gewerbebau
Datierung: 1910-1912
Umbau: 1932-1938
Entwurf: Einköter? (Architekt)
Entwurf: Punitzer, Martin Albrecht (?) (Architekt)
Ausführung: Dyckerhoff und Widmann (Baufirma)
Bauherr: Berliner Wäschefabrik AG

Das Gelände jenseits der Panke bis zum Nettelbeckplatz ist mit Mietshäusern bebaut. Zwischen den Wohnhäusern an der Pankstraße und dem Bahndamm der Ringbahn verblieb eine Blockinnenfläche, die über eine Zufahrt an der Gerichtstraße 27 zu erreichen ist. Auf diesem Grundstück ließ die 1858 gegründete Berliner Wäschefabrik AG vorm. Gebr. Ritter 1910-12 ein stattliches fünfgeschossiges Fabrikgebäude errichten, das mit vier Flügeln einen länglichen Innenhof umschließt. Die außergewöhnlich lange Hauptfassade ist auf die Ringbahn ausgerichtet. Die Dyckerhoff & Widmann AG führte die Fabrik in einer neuartigen Bautechnik aus. Das Gebäude ist vollständig in Eisenbeton ausgeführt. Die Geschossfabrik besitzt einen strengen neoklassizistischen Aufbau, der aber bautechnisch bedingt stark vereinfacht wurde. Die Fensterachsen sind gleichförmig nebeneinander aufgereiht, ohne differenzierende Gliederungen oder Bauschmuck. Flache, kaum hervortretende Lisenen fassen die drei mittleren Geschosse zusammen, dann folgt ein breites Gesimsband, das zum abgesetzten fünften Stockwerk überleitet. Der Eisenbetonbau wird heute vom Finanzamt und verschiedenen Gewerben genutzt.

Literatur:
  • Broschüre der Dyckerhoff und Widmann AG, 1989 (1990) / Seite 174
  • Topographie Mitte/Wedding, 2004