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Mietshaus Eulerstraße 19A & 19B

Obj.-Dok.-Nr.: 09030368
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Gesundbrunnen
Strasse: Eulerstraße
Hausnummer: 19A & 19B
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Entwurf: 1953
Datierung: 1954-1955
Entwurf: Hoffmann, Hans (Architekt)
Ausführung: Burgert KG, Otto (Baugeschäft)
Bauherr: Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892

Das 1954-55 von Hans Hoffmann für die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 errichtete und qualitätsvoll gestaltete Wohngebäude Eulerstraße 19 A-B ergänzt die Mietshausbebauung des frühen 20. Jahrhunderts. (1) Das fünfgeschossige, mit einem Satteldach versehene Haus ordnet sich in den überlieferten städtischen Raum ein. Durch kleine Abweichungen von den Fluchtlinien gelang es dem Architekten jedoch, die Belichtung und Belüftung des Gebäudes zu verbessern. Hans Hoffmann errichtete kein Eckhaus, sondern ein zeilenartiges Gebäude an der Eulerstraße mit einem begrünten Hinterhof, der sich zur Klever Straße öffnet. Um zur Seitenstraße überzuleiten, wurde das Wohnhaus von der Straßenflucht zurückgesetzt und leicht schräg angeordnet.

Die mit vorgelagerten Balkonen versehene Fassade zeichnet sich durch eine geschickte Abstufung der Wandschichten aus. Das über die gesamte Breite verglaste Erdgeschoss, das als Kindergarten genutzt wird, tritt räumlich hervor. Die hinter den Balkonen liegenden Wohnungen sind großzügig verglast. Dabei wechseln bündig angeordnete Glasfronten mit zurückgesetzten Abschnitten. An der schlichten, einfachen Rückseite fallen die breiten, bis zur Traufe reichenden Fensterbänder der Treppenhäuser auf.


(1) Hans Hoffmann war Architekt und Vorstandsmitglied der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892, die aus dem 1892 gegründeten Berliner Spar- und Bauverein hervorgegangen war. In den 1950er Jahren entwar er für die Genossenschaft mehrere Wohnanlagen und erweiterte die Schillerparksiedlung im Wedding und die Siedlung "Attilahöhe" in Tempelhof. Das Wohnhaus in der Eulerstraße enthält siebzehn Genossenschaftswohnungen.

Literatur:
  • Topographie Mitte/Wedding, 2004 / Seite 144