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Kapelle St. Johannes-Evangelist-Kirchhof

Obj.-Dok.-Nr.: 09030347
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Wedding
Strasse: Barfusstraße
Hausnummer: 33 & 33A
Strasse: Holländerstraße
Hausnummer: 90
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Kapelle
Datierung: um 1895

Das ausgedehnte Friedhofsgelände, das sich an die Siedlung Schillerpark anschließt, wurde von den Gemeinden der Golgotha-, Gnaden- und St. Johannes-Evangelist-Kirche 1893 außerhalb Berlins, auf Reinickendorfer Gemarkung, angelegt. Bei der Bezirksreform 1938 ordnete man den Bereich südlich der Holländerstraße, den St. Johannes-Evangelist-Kirchhof, dem Bezirk Wedding zu. An der Barfusstraße 33-33A, Ecke Corker Straße, beginnt eine Allee, bepflanzt mit Nadelbäumen, die als Hauptachse den Friedhof bis zur Holländerstraße durchzieht. In der Mitte des Kirchhofs, am Schnittpunkt von Haupt- und Querallee, wurde um 1895 die Friedhofskapelle errichtet, die eine feierliche, ruhige Ausstrahlung besitzt. (1) Es überwiegen historisierende, vor allem gotisierende Elemente, auch wenn die gelbe Backsteinverkleidung an die spätklassizistischen Baukunst der Berliner Schule erinnert. An den Längsseiten öffnen sich Rundbogenfenster mit neugotischem Maßwerk. Durch die Vorhalle an der Eingangseite betritt man den gedrungenen, nach Norden orientierten Hauptraum, der von einer dreiseitigen Apsis begrenzt wird. Das steil aufragende Walmdach verleiht der Friedhofskapelle eine lebhafte, malerische Wirkung.


(1) BusB X A (3), S. 113.

Literatur:
  • BusB X A 3 1981 / Seite 113
  • Topographie Mitte/Wedding, 2004 / Seite 240
  • Kühne, Stephani/ Kirchen, 1978