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Wandgrabmale Nazarethkirchhof I

Obj.-Dok.-Nr.: 09030322
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Wedding
Strasse: Seestraße
Hausnummer: 125
Denkmalart: Gesamtanlage
Sachbegriff: Grabmal
Datierung: 1889-um 1910

Der Nazarethkirchhof I an der Seestraße 125 wurde 1861 von der Gemeinde der Nazarethkirche angelegt. Nur wenige historische Grabmonumente sind erhalten. Die meisten Erbbegräbnisstätten im hinteren Bereich des Kirchhofs hat man in der Nachkriegszeit beseitigt. Die Grabstätte des Stadtverordneten Fritz Schultze ist ein Beispiel für die neobarocke Grabmalskunst des späten 19. Jahrhunderts. Die 1889 errichtete Grabwand besteht aus einem außerordentlich hohen Mittelteil und niedrigen Seitenpartien. Reich verzierte Säulen tragen einen gesprengten Giebel. Die Begräbnisstätte wird von einem geschmiedeten Ziergitter eingefasst. Die benachbarte Grabwand aus rotem Backstein wurde wohl um 1900 geschaffen. Das Grabmal der Familie Otto wirkt festlich und monumental. Die neoklassizistische Architektur ist stark vereinfacht und abstrahiert. Es verblieben nur ganz einfache Ornamente. Anstelle von Säulen sieht man glatte halbrunde Vorlagen, die das mittlere Wandfeld stützen, während Kreisflächen einen sparsamen Fries bilden.

Literatur:
  • Topographie Mitte/Wedding, 2004 / Seite 245