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Mietshaus Badstraße 33

Obj.-Dok.-Nr.: 09030166
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Gesundbrunnen
Strasse: Badstraße
Hausnummer: 33
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1882-1883
Umbau: 1890 & 1899
Entwurf & Ausführung: Galuschki, Carl (Zimmermannsmeister)
Bauherr: Galluschki, Carl

Mit dem Wohnhaus Badstraße 33 errichtete der Bauunternehmer und Zimmermeister Carl Galuschki 1882-83 eines der ersten großstädtischen Mietshäuser am Gesundbrunnen. Das fünfgeschossige Vorderhaus, das schräggestellt gegen die Brandwand des Nachbarhauses stößt, folgt einer älteren Fluchtlinie, die um 1885 zugunsten der heutigen Straßenflucht aufgegeben wurde. Mit weißen Stuckeinfassungen der Fenster und einem ausladenden Konsolgesims ist die backsteinverkleidete Straßenseite zurückhaltend gegliedert. Anders wirken die Hofgebäude am Rand der langgestreckten Parzelle, die mit einer ungewöhnlich bunten Verkleidung aus farbig glasierten Klinkern ein lebendiges, skurriles Bild bieten. (1) Die zu Ornamentflächen zusammengesetzten Klinker sind ein Markenzeichen des Baumeisters Carl Galuschki, der mehrere Häuser in Berlin in dieser Art ausstattete. Galuschki baute 1899-1901 eine ältere Remise im Hof zu seinem eigenen Wohnhaus um. Erker und Balkone sind an das zweigeschossige Gebäude als Versatzstücke der damals üblichen Mietshausarchitektur angesetzt. Das Giebelrelief über dem Erker demonstriert selbstbewusst den Stolz des Bauherrn. Geschwungene Schriftbänder umgeben ein Handwerkersignet, das aus Zahnrad, Hammer und Zange besteht. (2)


(1) Schwarz 1984, Bd. 3, S. 83-84.

(2) Die Inschrift über dem Gesims verweist in bewusst altertümlicher Sprachform auf das Baudatum: "Erbauet Anno Domini 1900". Der Spruch um das Signet bezieht sich auf das Handwerk: "Wer ist Meister? / Der Was ersann! / Wer ist Geselle? / Der / Was kann! / Wer ist / Lehrling! Jedermann!"

Literatur:
  • Topographie Mitte/Wedding, 2004 / Seite 120