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Mietshaus & Vorgarten & Zaun Alt-Marienfelde 26

Obj.-Dok.-Nr.: 09030134
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Marienfelde
Strasse: Alt-Marienfelde
Hausnummer: 26
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus & Vorgarten & Zaun
Datierung: 1901
Ausführung: Eichelkraut, E. (Zimmermannsmeister)
Bauherr: Lücke, F.
Ausführung: Quick, Johannes (Bauunternehmen)

Das zweigeschossige Mietshaus Alt-Marienfelde 26, das Maurermeister Johannes Quick und Zimmermeister E. Eichelkraut 1901 für Ferdinand Lücke errichtet haben, nimmt im Ortsbild eine Sonderstellung ein. Das nach städtischen Vorbildern gestaltete Gebäude verweist auf die gegen Ende des 19. Jahrhunderts einsetzende Verstädterung der Dorfaue, die in Marienfelde, anders als in Tempelhof oder Mariendorf, sehr langsam verlief und dann stagnierte. Mit der symmetrischen Straßenfassade und der roten Backsteinverkleidung, von der die Fenstereinfassungen, Gewände, Gesimse und alle schmückenden Teile mit Stuck abgesetzt sind, wurden typische Gestaltungsmuster der Berliner Mietshäuser der 1890er Jahre wiederholt. In der Mittelachse öffnet sich ein großer, rechteckiger Hauseingang mit Durchfahrt, während die nur wenig hervortretenden Seitenachsen mit einer Eckquaderung, einem Balkon vor dem Obergeschoss und einem geschweiften Giebel im Neorenaissancestil hervorgehoben worden sind. Zu den wertvollen, vollständig erhaltenen baulichen Details gehören die schmiedeeisernen Balkongitter, die kleinen Dachhäuschen, das mit Schiefer gedeckte Mansarddach, die Haustür und die Vorgarteneinfriedung. Das Treppenhaus besitzt einen reich geschnitzten Treppenpfosten und gedrechselte Geländerstäbe.

Literatur:
  • Topographie Tempelhof, 2007 / Seite 197