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Bauernhaus & Stall Alt-Marienfelde 25

Obj.-Dok.-Nr.: 09030133
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Marienfelde
Strasse: Alt-Marienfelde
Hausnummer: 25
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Bauernhaus & Stall
Datierung: um 1840
Umbau: 1881 & 1907
Entwurf: Quick, Johann
Bauherr: Petsch

Das villenartige Wohnhaus Alt-Marienfelde 25 ist aus einem einfachen Bauernhaus des 19. Jahrhunderts hervorgegangen. (1) Der Bauerngutsbesitzer Fritz Petsch, der zu Geld gekommen war, nachdem er sein Ackerland 1904 an das Kloster Vom Guten Hirten verkauft hatte, ließ das alte Bauernhaus 1907 durch Maurermeister Johannes Quick in einen herrschaftlichen Wohnsitz umbauen. Die künstlerisch überzeugende Architektur ist dem französischen Rokokostil nachempfunden. Wie bei den Wohnhäusern Alt-Marienfelde 2 und 23 wurde die Mittelachse durch einen Frontispiz mit Veranda und Giebel hervorgehoben. Zur Veranda führt eine Freitreppe. Über der anmutigen Bogenstellung, gebildet von vier Säulen, befindet sich ein Balkon. Das Mansarddach und die geschweifte Giebelachse verdeutlichen eine stilistische Rückbesinnung auf das 18. Jahrhundert. Die heiter und beschwingt wirkende Giebeldekoration mit zierlichen Festons kann man dem Zopfstil zuordnen. Neben dem Giebel, der das schieferverkleidete Mansarddach beherrscht, sieht man kleine, geschwungene Zwerchhäuser. Das Wohnhaus enthält eine großzügige Fünfzimmerwohnung. Im Dachgeschoss lebten die Hausbediensteten.


(1) Rach 1988, S. 219.

Literatur:
  • Topographie Tempelhof, 2007 / Seite 204