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Gleichrichterwerk Eisnerstraße 52

Obj.-Dok.-Nr.: 09030111
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Lichtenrade
Strasse: Eisnerstraße
Hausnummer: 52
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Gleichrichterwerk
Datierung: 1937-1939
Entwurf: Brademann, Richard

Nach der Fertigstellung der Nord-Süd-S-Bahn wurde die nach Mahlow führende südliche Vorortstrecke bis 1939 elektrifiziert. Das 1937-39 neben der Bahntrasse erbaute Gleichrichterwerk Lichtenrade an der Eisnerstraße 52 versorgt den Streckenabschnitt zwischen Marienfelde und Mahlow mit Gleichstrom. (1) Das eingeschossige Gebäude mit einem flachen, überstehenden Betondach kann man Richard Brademann zuschreiben, dem Architekten der Reichsbahndirektion Berlin, der für die Stromversorgungsbauten der S-Bahn zuständig war. In Lichtenrade wurde kein Typenentwurf verwendet, sondern eine eigenständige Lösung entwickelt, wobei der bauliche Anspruch gegenüber den anderen Gleichrichterwerken reduziert erscheint. Das mit roten Klinkern verkleidete Bauwerk besitzt hochrechteckige Fenster mit einer eng gesetzten Sprossenteilung. Die ungegliederten Gebäudeecken treten etwas zurück. Über der flachen Dachplatte erhebt sich im Nordwesten ein Lüfteraufsatz. An der Gleisseite ist das ursprüngliche Aussehen verändert. Ein niedriger Klinkeranbau nimmt die Transformatoren auf, die ursprünglich im Freien standen.


(1) Bley, Peter: 100 Jahre Eisenbahn Berlin-Zossen-Dresden, in: Berliner Verkehrsblätter 22 (1975), S. 125; BusB X B (2), S. 197; Dost 2002, S. 109-110.

Literatur:
  • BusB X B 2 1984 / Seite 197
  • Topographie Tempelhof, 2007 / Seite 239f.