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Schleusenbrücke

Obj.-Dok.-Nr.: 09030072
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Werderstraße & Schloßplatz
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Brücke
Datierung: 1914-1916
Umbau: 1936-1937 & 1951 & 1972-1973
Entwurf: Kritzler und Tischer
Bauherr: Stadt Berlin

Die heutige Schleusenbrücke, Werderstraße, die den Schlossplatz mit dem Werderschen Markt verbindet, wurde 1914-16 als sieben Meter lange Stahlbalkenbrücke von Kritzler & Tischer erbaut und 1936-37, nach Verbreiterung des Spreekanals und Entfernung des Schleusenwehrs, auf etwa 24 Meter verlängert. Die wichtige Verbindung zwischen Kölln und dem westlichen Spreeufer hatte vermutlich bereits im 15. Jahrhundert als hölzerner Steg mit Schleuse bestanden und war seit der Mitte des 17. Jahrhunderts mehrfach erneuert worden. Das schmiedeeiserne Geländer von 1914 mit Wellenmotiven und stilisierten Windrosen, in das auf jeder Seite zwei bronzene Reliefmedaillons mit historischen Stadtansichten (1657 und 1774) von den Bildhauern Robert Schirmer und Otto Markert eingefügt waren, wurde 1937 bei der Verlängerung der Brücke durch Medaillons von Kurt Schumacher ergänzt. (1) 1951 ist die Brücke nach schweren Kriegsschäden instand gesetzt, 1972-73 sind die acht Medaillons des Brückengeländers in Aluminiumguss nachgeformt worden.


(1) Die Medaillons (Ansichten von 1650 und 1688) zählen zu den wenigen erhaltenen Arbeiten des als Widerstandskämpfer 1942 ermordeten Bildhauers, an den eine Gedenktafel an der Brücke erinnert.

Literatur:
  • Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983 / Seite S.132f.
  • Demps, Berlin und seine Brücken, 1987 / Seite 209
  • Weinland, Martina, Wasserbrücken in Berlin, Berlin 1994 / Seite 207
  • Zeitschrift für Bauwesen 72 (1922) / Seite S.170ff.
  • Bautechnik 8 (1930) / Seite S.3f.
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 231 f.