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U-Bahnhof Hausvogteiplatz

Obj.-Dok.-Nr.: 09030007
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Hausvogteiplatz & Taubenstraße
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Bahnhof (U)
Datierung: 1906-1908
Entwurf: Grenander, Alfred Frederik Elias (Architekt)
Ausführung: Siemens und Halske AG & Siemens-Schuckert-Werke GmbH
Bauherr: Hochbahngesellschaft Berlin

Die Erschließung des Platzes für den Massenverkehr erfolgte 1906-08 mit dem Bau des U-Bahnhofes Hausvogteiplatz. (1) Diese Station gehört zu der zwischen 1908 und 1913 eröffneten Innenstadtlinie (heute U2). Da der Auftraggeber, die 1897 von der Firma Siemens & Halske und der Deutschen Bank gegründete "Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen in Berlin" (Hochbahngesellschaft), für die Architektur der Bahnhöfe der Innenstadtlinie ein "möglichst einheitliches Gepräge" wünschte, entwickelte der als leitender Architekt arbeitende Alfred Grenander eine für diese U-Bahnstationen verbindliche Gestaltung. (2) Grenanders Anliegen waren im Straßenbild eindeutig erkennbare, leicht zugängliche, lichte und gut beleuchtete U-Bahnhöfe. (3) Wie die meisten Stationen der Innenstadtlinie erhielt die Bahnsteighalle eine schlichte Konstruktion aus genieteten Stahlstützen mit Betonkappendecke; die bauzeitlichen weißen Wandfliesen und die mit gelben Fliesen gerahmten Stationsschilder - gelb war die Kennfarbe dieser Station - wurden später durch graue Fliesen ersetzt. Von der ursprünglichen Wandverkleidung blieben nur die dunkelgrauen Sockelfliesen erhalten. Ebenfalls überliefert sind drei mit gelben Fliesen ausgefachte Bahnsteighäuschen sowie die kunstvolle schmiedeeiserne Zugangsumwehrung und das zweiflügelige Torgitter am Zugang in der Taubenstraße.


(1) Vgl. BusB X, Bd. B (1), S. 45, 116; o.V.: (Hoch- und Untergrundbahn in Berlin - Der Eingang am Hausvogteiplatz), in: Moderne Bauformen 12 (1913), S. 285; Siemensbahnen 1913, S. 53.

(2) Zu den Gestaltungsmerkmalen vgl. U-Bahnhof Klosterstraße, Liste Nr. 239.

(3) Wie alle Bahnhöfe der Innenstadtlinie erhielt der U-Bahnhof Hausvogteiplatz einen Mittelbahnsteig, bei der 1902 eröffneten und bis 1908 verlängerten Stammbahn (heute U 1 und z. T. U 2) waren noch Seitenbahnsteige üblich.

Literatur:
  • BusB X B 1 1979 / Seite 45, 116
  • Moderne Bauformen 12 (1913) / Seite 273-274
  • Siemensbahnen, hrsg. v. Siemens und Halske AG, 1913 / Seite 53
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 334 f.