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S-Bahnhof Reinickendorf

Obj.-Dok.-Nr.: 09012288
Bezirk: Reinickendorf
Ortsteil: Reinickendorf
Strasse: Roedernallee
Hausnummer: 2A & 2B
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Bahnhof (S) & Empfangsgebäude & Wohnhaus
Datierung: 1893 & um 1900 & 1900-1904
Bauherr: Königliche Eisenbahndirektion

Nördlich schließt eine Grünanlage bis zur Kremmener Bahn an, die 1893 - zur gleichen Zeit entstand der heute stillgelegte S-Bahnhof Reinickendorf - als Niveaubahn eröffnet und 1900-1904 zur Dammbahn zweigleisig ausgebaut wurde. (1) Das alte Empfangsgebäude, dessen vorkragendes Walmdach und verziertes Gebälk den ländlichen Vorortcharakter betonen, stand ursprünglich frei neben der anfangs ebenerdigen Trasse. Durch die Höherlegung der Gleise wurde es unmittelbar an den Damm angebunden, zugleich seiner ursprünglichen Funktion enthoben. An seine Stelle trat eine Empfangshalle unter dem Gleiskörper mit Zugang von der Dorfseite und Aufgang zum neuen Mittelbahnsteig. Die hölzerne, zweistilige Bahnsteigüberdachung ist kennzeichnend für die Vorortlinie der Kremmener Bahn, (2) der im Damm liegende Zugang mit Verteilerhalle und Fahrkartenverkaufsstellen ist ein charakteristisches Merkmal der von der Königlichen Eisenbahnbauverwaltung um die Jahrhundertwende oftmals angewendeten Dammbahnhöfe. Das benachbart an der gepflasterten Bahnhofszufahrt um 1900 errichtete Beamtenwohnhaus lehnt sich stilistisch an das alte Empfangsgebäude an, wurde jedoch oberhalb des Ziegelsockels als Putzbau ausgeführt.


1) Berlin und seine Bauten, T. X, Bd. B (2) (vgl. Anm. 52), S. 70, 155.

2) 1912 vom Hermsdorfer Bahnhof (Nordbahn) übernommen. Gleicher Überdachungstyp auch auf den S-Bahnhöfen Eichborndamm und Tegel.

Literatur:
  • BusB X B 2 1984 / Seite 70, 155
  • Topographie Reinickendorf/Reinickendorf, 1988 / Seite 115