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Wohnanlage Reinickes Hof

Obj.-Dok.-Nr.: 09012190
Bezirk: Reinickendorf
Ortsteil: Reinickendorf
Strasse: Ollenhauerstraße
Hausnummer: 72 & 76 & 77 & 78 & 79 & 80 & 81 & 82 & 83 & 84
Strasse: Reinickes Hof
Hausnummer: 1 & 2 & 3 & 4 & 5 & 6 & 7 & 8 & 9 & 9A & 10 & 11 & 12 & 13 & 14 & 15 & 16 & 17 & 18 & 19 & 20 & 21 & 22
Strasse: Saalmannstraße
Hausnummer: 2 & 4 & 6 & 8 & 10 & 12 & 14 & 16 & 18 & 20 & 22 & 24 & 26 & 28 & 30 & 32 & 34
Strasse: Saalmannsteig
Hausnummer: 1 & 3 & 5 & 7 & 9 & 11 & 13
Strasse: Waldstraße
Hausnummer: 1 & 2 & 3 & 4 & 5 & 6 & 7 & 8 & 9
Denkmalart: Ensembleteil
Sachbegriff: Wohnanlage
Datierung: 1927-1931 & 1939
Entwurf: Bleier und Clement (Architekt)
Bauherr: Am Nordbahnhof (Gemeinnützige Baugenossenschaft Berlin Wittenau eGmbH)

Auf dem nordwestlich an die Kreuzung der Ollenhauerstraße mit der Lindauer Allee/Waldstraße angrenzenden Grundstück erhebt sich die geschlossene Blockanlage von "Reinickes Hof" (1) . Etappenweise zwischen 1927 und 1939 nach einem Entwurf der Architekten Bleier & Clement errichtet, bildete der Wohnkomplex das erste Bauvorhaben der von Handwerkern im Jahre 1921 gegründeten gemeinnützigen Baugenossenschaft "Am Nordbahnhof". Mit ihrer entlang der Ollenhauerstraße in der Bauflucht verlaufenden, balkonlosen, viergeschossigen Front wirkt die Anlage sehr massiv. Eine Differenzierung der einzelnen Häuser - wie wir sie bei Bleier & Clement am Wohnkomplex des Erbbauvereins feststellen konnten - fehlt hier. Auf der Höhe des von der Roedernallee ausgehenden, über den Kienhorstpark führenden und nördlich der Zeilen von 1936/37 verlaufenden Grünzuges öffnet sich die Anlage an der Ollenhauerstraße zu einem kleinen Schmuckplatz. Hier knickt die Wohnstraße Reinickes Hof im rechten Winkel ab und teilt den Komplex in zwei getrennte Hofanlagen; der nördliche, 1931 und 1939 ausgeführte, bezieht dabei zwei bereits vorhandene Mietshäuser aus der Zeit um 1900 ein. Die im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte, dem Original weitgehend entsprechend wiederaufgebaute Wohnanlage zeichnet sich besonders durch die Durchleitung des Grünzuges und ihre beiden gärtnerisch gestalteten Hofbereiche mit altem Baumbestand aus.


1) Berlin und seine Bauten, T. IV, Bd. A (vgl. Anm. 160), Obj. 26211.

Literatur:
  • BusB IV A 1970 / Seite 262 II
  • Topographie Reinickendorf/Reinickendorf, 1988 / Seite 199