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A. Dinse-Maschinenbau AG

Obj.-Dok.-Nr.: 09012105
Bezirk: Reinickendorf
Ortsteil: Reinickendorf
Strasse: Kopenhagener Straße
Hausnummer: 59 & 65 & 75
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Werkhalle
Fertigstellung: 1921
Entwurf: Buch, Carl-Emil Bruno (Architekt)
Bauherr: A. Dinse-Maschinenbau AG

Frei von repräsentativem Dekor folgt gegenüber dem Direktionsgebäude dem Verlauf der Kopenhagener Straße die pfeilergereihte, sachliche Ziegelfassade der ehemaligen Hebezeuge- und Wagenfabrik, die 1921 von der A. Dinse-Maschinenbau AG nach Plänen des Industriearchitekten Bruno Buch an der Kopenhagener Straße 59-75 erbaut wurde. Sie gehört zu einem im Kern aus drei Hallen bestehenden Industriebau. Zwei in Konstruktion und Form gleiche Seitenhallen mit gebrochenem Dach und längs laufenden Laternen begrenzen eine niedrigere Mittelhalle mit flachem Satteldach und quer liegenden Raupen. Ein zweigeschossiger Verwaltungsanbau liegt vor der mittleren Halle zur Hofeinfahrt. Im Inneren tragen Doppel-T-Stützen in der Mittelhalle und Fachwerkstützen in den seitlichen Hallen die eisernen Dachbinder. Materialgerechtigkeit und eine sachliche, an der Bauaufgabe orientierte Durchbildung prägen alle Gebäudeteile. Mit wenigen dekorativen Mitteln kommt der aus dem Grundriss geformte Industriebau aus: kassettenähnliche Ziegelvorlagen in den Sturzbereichen der straßenseitigen Hallenfront und eine Lisenen-Blenden-Gliederung an den südlichen Giebeln der äußeren Hallen. (1)

Der heute von mehreren Firmen genutzte Fabrikbau kam in den 30er Jahren in den Besitz der benachbarten Argus-Motoren-Gesellschaft mbH, die eine Ausbildungsstätte und in der Nähe des werkseigenen Sportplatzes eine Sporthalle einrichtete.


1) Vgl. die ähnlich pfeilergegliederten Fassaden bei Buchs Fahrzeugfabrik Dittman in Berlin-Wittenau, Lübarser Straße 40-46, 1913/14 erbaut.

Literatur:
  • Möbius, Bruno Buch, 1929 / Seite 10
  • Topographie Reinickendorf/Reinickendorf, 1988 / Seite 120