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ehem. Schule der Garnisonskirche

Obj.-Dok.-Nr.: 09011314
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Anna-Louisa-Karsch-Straße
Hausnummer: 9
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Wohnhaus
Fertigstellung: 1722
Umbau: 1785 & um 1860
Bauherr: Garnisonsgemeinde

In der Burgstraße 21 ist das Pfarr- und Schulhaus der Garnisonkirche erhalten. Das vor 1720 erbaute Wohnhaus des Obersten Glasenapp wurde 1720 bei der Explosion des Pulverturmes am Spandauer Tor ebenso wie die benachbarte Garnisonkirche und das Garnisonschulhaus stark beschädigt. Friedrich Wilhelm I. ließ das Wohnhaus, dessen kreuzgewölbter Keller noch aus einem Vorgängerbau stammen mag, instandsetzen und schenkte es der Garnisongemeinde, die es von 1722 bis 1945 als Pfarr- und Schulhaus nutzte. Das Haus gehört im Kern zu den ältesten erhaltenen Wohnbauten Berlins. Der ursprünglich eingeschossige Putzbau mit hohem Sockel wurde 1784 um ein Geschoss erhöht. Dabei erhielt es den heutigen Eingangsrisalit mit flankierenden Doppelsäulen im zweiten Obergeschoss über der hohen Oberlichttür. In den Jahren 1825-26 wurde das Garnisonschulhaus um das zweite Obergeschoss erhöht und erhielt mit dem Mansarddach das heutige Aussehen. In dieser neuen Etage war 1826 die geräumige Garnisonpfarrwohnung eingerichtet worden. In der Amtszeit des berühmten Pfarrers Emil Frommel, 1869 bis 1896, erfolgte ein weiterer Umbau. Die barocke Wendeltreppe wurde entfernt und der heute erhaltene Treppenanbau auf der Hofseite errichtet und die beiden Obergeschosse in jeweils zwei Wohnungen unterteilt.


(1) Vgl. Goens 1897.

Literatur:
  • Dehio, Berlin, 1994 / Seite 56
  • Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983 Nicolai, Residenzstädte, 1786 Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 201 f.