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Schule Schwedter Straße 232 & 233 & 234

Obj.-Dok.-Nr.: 09011310
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Schwedter Straße
Hausnummer: 232 & 233 & 234
Denkmalart: Gesamtanlage
Sachbegriff: Schule
Datierung: 1876-1877
Entwurf: Blankenstein, Hermann (Architekt)
Bauherr: Stadtgemeinde Berlin

Durch die Dreigeschossigkeit und die Verwendung von Klinker und Terrakotta hebt sich das Gebäude [Predigerhaus Schwedter Straße 231] deutlich von der fünfgeschossigen Mietshausbebauung ab.

Dies gilt auch für die benachbarte ehemalige 89. und 96. Gemeindeschule Schwedter Straße 232-234. (1) Die aus zwei viergeschossigen klinkerverblendeten Klassentrakten und einem eingeschossigen Turnhallenflügel an der Straße bestehende Schule wurde 1876-1877 nach Plänen von Stadtbaurat Hermann Blankenstein errichtet. Sie dokumentiert den im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts in Berlin gebräuchlichen Gemeindeschultyp, der von Stadtbaurat Hermann Blankenstein maßgeblich geprägt worden war. Die Wandflächen beider Gebäude sind mit roten Klinkern versehen und mit Formsteingesimsen, Terrakottafriesen und Ziegelbändern horizontal gegliedert. Die dekorativen Elemente sind sparsam zur Verdeutlichung der Baugliederung eingesetzt. So ist der Portikus im Mittelrisalit der Straßenfassade durch eine schlichte Terrakottaverdachung betont, während die rundbogig geschlossenen, zweigeschossigen Fenster im Seitenrisalit des hinteren Klassengebäudes schon von außen die Aula erkennen lassen. In der schlichten Turnhalle beeindruckt die solide gearbeitete, kassettierte Holzbalkendecke.


1) Vgl. BusB V, Bd. C, S. 341.

Literatur:
  • BusB V C 1991 / Seite 341
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 573 f.