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Städtisches Verwaltungsgebäude C

Obj.-Dok.-Nr.: 09011262
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Klosterstraße
Hausnummer: 59
Strasse: Rolandufer
Hausnummer: 13
Strasse: Stralauer Straße
Hausnummer: 48 & 49 & 50 & 51 & 52 & 53 & 54 & 55 & 56
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Verwaltungsgebäude
Entwurf: 1935
Datierung: 1936-1939
Umbau: 1950
Entwurf: Ermisch, Georg Friedrich Richard (Architekt)
Ausführung: Hermann Streubel (Baugeschäft)
Bauherr: Stadt Berlin

Westlich unmittelbar daran anschließend wurde 1935-39 von Richard Ermisch das Städtische Verwaltungsgebäude C, Klosterstraße 59, geplant und ausgeführt. (1) Die architektonische Gliederung der Fassaden nimmt zwar Bezug auf das Nachbargebäude und auf das Stadthaus, in seiner monumentalen Strenge und in den Details der Gestaltung ist das Bürohaus für Dienststellen der Stadtverwaltung jedoch ein typischer Vertreter der offiziellen Architektur der NS-Zeit. Nach zum Teil schweren Schäden durch den Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude um 1950 unverändert wieder aufgebaut.

Der mächtige Baukörper, der sich als viergeschossige Blockrandbebauung mit Querflügeln an der Stralauer Straße und am Rolandufer dem leichten Schwung der Straßen folgend erstreckt, hat seine Hauptfront an der Klosterstraße, die beiden Höfe im Blockinneren werden vom Rolandufer her erschlossen. Die drei Fassaden sind in ihrer horizontalen Abstufung mit hoher werksteinverkleideter Sockelzone, drei glatt verputzten Obergeschossen mit einem Raster werksteingerahmter Fensteröffnungen und einem kräftigen Hauptgesims unter dem Walmdach streng und gleichmäßig gegliedert, jedoch vertikal unterschiedlich rhythmisiert. Jeweils drei oder fünf Fensterachsen sind durch hohe Rundbogentore in der Sockelzone, Fenstertüren mit flacher Balkonbrüstung im ersten Obergeschoss sowie durch werksteinverkleidete Brüstungsfelder darüber zusammengefasst. Die unregelmäßige Verteilung solcher betonter Vertikalzonen stellt an jeder Fassade einen eigenen Rhythmus her und verleiht dem strengen Bau eine gewisse Eleganz. An der Klosterstraße führen die fünf Arkadenbögen zum repräsentativen Eingangsbereich, wo Haupttreppenhaus und Paternoster, Wandverkleidungen und Glasfenster aus der Erbauungszeit erhalten sind.


1) Schäche 1991, S. 177-179; Ermisch/Weber 1971, S. 45.

Literatur:
  • Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983 / Seite 75
  • BusB III 1966 / Seite 48
  • Schäche, Architektur, 1991 / Seite 170ff, 177ff.
  • Ermisch, Weber/ Richard Ermisch, 1971 / Seite 45, Obj. 47
  • Verwaltungsbericht der Haupthochbauverwaltung, Berlin 1937 / Seite 33
  • Die Bauzeitung 34 (47) (1937) / Seite 345, 356, 380, 383
  • Deutsche Bauzeitung 65 (1931) / Seite 41
  • Haberlandt 46 (1936) / Seite Okt.1936-Dez.1937: neubegonnen;° Jan. - Juni 1938: im Rohbau fertig
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 213 f.
  • Donath/ Architektur in Berlin 1933-1945, Berlin 2004 / Seite 62-63