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Robert-Koch-Platz mit Robert-Koch-Denkmal und Emil-Fischer-Denkmal

Obj.-Dok.-Nr.: 09010205
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Robert-Koch-Platz
Denkmalart: Gartendenkmal
Sachbegriff: Stadtplatz & Denkmal
Datierung: 1840 & 1903 & 1916 & 1921 & 1993
Entwurf: Lenné, Peter Joseph (Gartenarchitekt)
Entwurf: Mächtig, Hermann (Gartenarchitekt)
Entwurf & Ausführung: Tuaillon, Louis (Bildhauer)
Entwurf: Klimsch, Fritz (Bildhauer)
Ausführung: Scheibe, Richard (Bildhauer)

Der Robert-Koch-Platz, ehemals Luisenplatz, wird durch die Luisenstraße in zwei rechteckige, symmetrisch gestaltete Hälften geteilt. Er entstand in seiner Grundform bereits 1840, als im Zuge einer Verschiebung der Stadtmauer nach Norden an dieser Stelle ein Stadttor geplant wurde. Der Entwurf des 1836 erbauten "Neuen Tores" stammte von Karl Friedrich Schinkel. Die Ausgestaltung des innerhalb der Stadtmauern gelegenen Luisenplatzes erfolgte durch den Königlichen Gartendirektor Peter Joseph Lenné. Die spiegelbildlich angelegten und von Gittern eingefriedeten Rasenflächen waren mit jeweils acht im Raster gesetzten Kastanien umpflanzt und durch Sträucher begrünt. Zur Luisenstraße ausgerichtet, standen sich zwei exedraförmige Sitznischen gegenüber. Der innerhalb der Akzisenmauer gelegene Schmuckplatz bot dem Gast einen repräsentativen Empfang. Der Platz wurde in der Folgezeit mehrfach umgestaltet. Mit der Aufstellung des durch Louis Tuaillon in Carrara-Marmor geschaffenen Denkmals für Robert-Koch im Jahre 1916 wurde dem, nun nach dem berühmten an der Charité tätigen Arzt benannten Platz eine zusätzliche Bedeutung verliehen. 1993 erfolgte die denkmalpflegerische Wiederherstellung des im Grundriss erhaltenen Robert-Koch-Platzes in der Fassung der 1920er Jahre. Die jeweils acht alten, zum Teil noch aus der Erstanlage stammenden Kastanien markieren die Grünflächen mit den abgesenkten Rasenspiegeln, die von Beeten mit wechselnder Sommerbepflanzung gerahmt werden. Auf den mittleren Flächen befinden sich das restaurierte Marmorstandbild für Robert Koch sowie das ursprünglich in Muschelkalk gearbeitete, heute als Bronze-Kopie wieder aufgestellte Monument für den Nobelpreisträger für Chemie von 1902 Emil Fischer.

Literatur:
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 622 f.