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Garten an der ehemaligen Hollmannschen Wilhelminen-Amalien-Stiftung

Obj.-Dok.-Nr.: 09010192
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Koppenplatz
Hausnummer: 11
Strasse: Linienstraße
Hausnummer: 163 & 164 & 165
Denkmalart: Gartendenkmal
Sachbegriff: Gartenanlage
Baubeginn: 1837 & um 1930
Entwurf: Meyer, Johann Heinrich Gustav (Gartenarchitekt)
Bauherr: Hollmannsche Wilhelminen-Amalien-Stiftung

Die Gebäude der Hollmannschen Wilhelminen-Amalien-Stiftung, Koppenplatz 11, umschließen von zwei Seiten einen Gartenhof. Der von der Straße aus nicht einsehbare Garten wird zu den angrenzenden Höfen durch eine alte, vermutlich aus der Bauzeit stammende Ziegelmauer gefasst, deren Zwischenfelder und Sockel aus Kalkbruchsteinen bestehen. Ebenfalls aus der Erbauungszeit stammt das vor der südlichen Mauer aufgestellte Denkmal für Wilhelmine Amalie Hollmann, der Ehefrau des Stifters. Das Zentrum der heutigen Anlage bildet ein runder Brunnenplatz. Der nicht mehr funktionsfähige runde Klinkerbrunnen ist mit Sandsteinquadern verkleidet. Die Form des Platzes wird von einem durch Pflanzflächen abgeteilten Kreisweg betont. Weitere, in unregelmäßiger Form an der Mauer entlang führende Wege ergänzen das Wegesystem. Der Ursprung dieser in den 1970er Jahren instand gesetzten und teilweise auch neu gestalteten Anlage ist ungewiss. Sie weicht von dem bis um 1930 durch Fotografien nachweisbaren Erscheinungsbild ab. Lediglich zehn alte Linden sowie fünf Lindenstümpfe deuten in ihrer Anordnung noch auf die damals den Hof beherrschende ovale, von Bäumen und Strauchgruppen gerahmte Rasenfläche hin, auf der sich mehrere Blumenhügel als besonderer Schmuck befanden. Die Gestaltung des Gartens geht vermutlich auf die um 1875 entstandene, in ihrer Form jedoch nicht überlieferte Anlage zurück, die der damalige Stadtgartendirektor Gustav Meyer entworfen hatte, der zeitgleich auch den benachbarten Koppenplatz plante. (1) Der Garten an der ehemaligen Hollmannschen Wilhelminen-Amalien-Stiftung stellt in seiner schlichten, aber wirkungsvoll auf die Architektur der Gebäude abgestimmten Gestalt einen der wenigen größeren Freiräume der seit Beginn des 18. Jahrhunderts zunehmend dichter bebauten Spandauer Vorstadt dar. (2)


1) Gustav Meyer wird erwähnt in: Abgeändertes Statut für die Hollmannsche Wilhelminen-Amalien-Stiftung, 1892 (enthalten in der Chronik der Hollmannschen Wilhelminen-Amalien-Stiftung, S. 25).

2) Vgl. Tremmel, K., Gartendenkmalpflegerisches Gutachten zum Seniorenwohnhaus der Hollmannschen Wilhelminen-Amalien-Stiftung, Diplomarbeit an der Technischen Fachhochschule Berlin, Berlin 1993.

Literatur:
  • Chronik der Hollmannschen Wilhelminen-Amalien-Stiftung / Seite S. 25
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 513 f.