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Laubenganghaus & Schwesternheim Wöhlertstraße 16 & 17

Obj.-Dok.-Nr.: 09010166
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Wöhlertstraße
Hausnummer: 16 & 17
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Laubenganghaus & Schwesternheim
Datierung: 1958-1960
Entwurf: Entwurfsbüro Hochbau II Groß-Berlin
Bauherr: Wohnungsbaugesellschaft Mitte

Das Laubenganghaus mit Appartements für die Schwestern der Charité, Wöhlertstraße 16-17, wurde 1958-60 vom Entwurfsbüro Hochbau II Groß-Berlin von dem Architekten Sebastian projektiert.

Auf den ersten Blick wirkt das Haus wie ein früher Plattenbau: Ein Raster aus glatten hellgrauen Putzbändern teilt die Fassade in querrechteckige, leicht erhabene Felder von Stockwerkshöhe, die in dunkler gefärbtem Rauputz gehalten sind. Auf den zweiten Blick erkennt man Mauerkanten aus Ziegel - es handelt sich um einen gemauerten Massivbau in Querwand- (Schotten-)Bauweise. Die Wandabstände sind in allen Stockwerken gleich, die Decken ruhen auf Stahlbetonfertigbalken. Das Bemühen um Rationalisierung und Standardisierung der Bauteile ist nicht zu verkennen. Zahlreiche bauzeitliche Details - Kastendoppelfenster mit Kunststoffbeschlägen, Einbauschränke, Wohnungstüren, Kunststoffklinken sind erhalten. Das Haus steht für die Übergangszeit zwischen den spätstalinistischen, weitgehend handwerklich hergestellten Bauten (bis 1956) und dem Beginn des industriellen Plattenbaus in den frühen 1960er Jahren.

Literatur:
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 644