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ehem. Beamtenwohnhaus

Obj.-Dok.-Nr.: 09010009
Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Ortsteil: Friedrichshain
Strasse: Frankfurter Allee
Hausnummer: 111
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Kindertagesstätte & Wohnhaus & Beamtenwohnhaus
Datierung: nach 1903
Entwurf: Mernim (Architekt)
Bauherr: Königliche Eisenbahndirektion

Bereits 1903 entstanden am Bahnhof Frankfurter Allee zwei Wohnhäuser für Bahnangestellte nach einem Entwurf von Regierungsbaurat Mernim. Von ihnen ist das nördliche, das ebenfalls die Adresse Frankfurter Allee 111 trägt, überliefert. Es diente der Unterbringung zweier "mittlerer Beamten" mit Familie.

Es handelt sich um einen Typenentwurf, der, wie so häufig bei Eisenbahnbauten, von zeitgenössischen vorstädtischen Landhausbauten beeinflusst war. Mit der Integration von Wohnbauten in die Verkehrsanlagen schuf die Preußische Staatsbahn einerseits Wohnraum für ihre Beamten - sie sind daher Ausdruck der Fürsorge eines Betriebes für seine Angestellten -; andererseits bedeutete die Nähe der Angestellten aber auch Schutz für die Verkehrsanlagen und diente der schnellen Verfügbarkeit der Beamten. Die Verbindung von Wohn- und Verkehrsbauten veranschaulicht eine ehemals sinnvolle Sozialstruktur, die für den Aufbau des Berliner Eisenbahnnetzes von großer Bedeutung war.

Literatur:
  • Topographie Friedrichshain, 1996 / Seite 177-179