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    Städtebau  
 

Interdisziplinärer offener Planungswettbewerb mit Ideenteil im zweiphasigen Verfahren für
Stadtplaner und/oder Architekten in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten
"Sportforum Berlin, Berlin Lichtenberg"

Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
19.500 Euro
  ARGE QUERFELDEINS + OCTAGON
QUERFELD EINS
Landschaft I Städtebau I Architektur, Dresden

Verfasser: Annegret Stöcker, Frank Großkopf, Daniel Stöcker-Fischer

OCTAGON Architekturkollektiv, Leipzig
Verfasser: Julia Köpper, Henry Fenzlein
Mitarbeit: Serafima Kreusch, Quentin Pages, Marijke Kiparski



Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Leitidee des Entwurfs geht vom Freihalten der Mitte des Geländes aus und sieht die Bebauung entlang der Ränder vor. Die Idee wird vom Preisgericht als nachvollziehbar gesehen und positiv bewertet.

In der ersten Entwicklungsstufe wird bereits zwischen dem Eingang am Weißenseer Weg und der Eisporthalle eine Promenade ausgebildet, die als erstes Ordnungssystem im Freiraum gut erkennbar ist. Als gelungen wird die Umlenkung dieses kraftvollen freiräumlichen Elements an der Eisporthalle Richtung Friedhof gesehen.

Die Positionierung der Gebäude in der ersten Entwicklungsstufe ist sinnvoll erfolgt. Die Lage der Freianlagen der Bogensporthalle am Boulevard ist baulich gefasst und bietet sicherlich spannende Einblicke.
Ob es auf Grund des baulichen Zustandes sinnvoll ist, das bestehende Vereinshaus in seiner Grundstruktur zwischen der Bogensporthalle und geplanten Sportarena zu erhalten, müsste geprüft werden. Die Bedeutung des Gebäudes in der dann geschaffenen Situation wird kritisch bewertet.

Mit erhöhtem baulichen Aufwand verbunden ist die Erstellung des Funktionsgebäudes Fußball, das in der ersten Entwicklungsstufe geteilt und in der zweiten Entwicklungsstufe ergänzt werden muss. Diese Entscheidung führt in der zweiten Entwicklungsstufe zu einer guten räumlichen Fassung im Umfeld der Eisporthalle. Positiv bewertet wird die Eingrünung des Gebäudeensembles Eissporthalle/Trainingshalle/Eisschnellhalle.

In der zweiten Entwicklungsstufe wird die Promenade baulich gefasst. Hier findet die Arena eine gute Adresse und Einbindung. Die Abstandsfläche zur südlichen Wohnbebauung wird als deutlich zu gering angesehen. Hier wird auch infrage gestellt, ob das Hotel als Teil der südlichen Arenalängswand richtig angeordnet ist. Positiv ist der bauliche Schallschutz, der an dieser Stelle gegenüber der Wohnbebauung entsteht.

Das Parkhaus ist am Weißenseer Weg zwar gut positioniert, dennoch wird angezweifelt, dass es gegenüber der denkmalgeschützten Großen Sporthalle einen angemessenen Auftakt für das Sportforum bildet.

Als zweites Ordnungselement wird ein Loop eingefügt, der die Erlebbarkeit des Gebietes stärkt und in das bestehende Fußwegenetz des Geländes sowie des Friedhofs in gelungener Weise eingebunden ist. Weil das große Areal mehrere Zugänge verträgt, wäre die Anbindung des Loop an die Konrad-Wolf-Straße von Vorteil. Im Zusammenhang mit den angrenzenden Nutzungen werden an den Ecken des Loop kleine besondere Orte herausgearbeitet. Bis auf den Vorschlag des südlichen Eingangs zur Arena werden diese Orte befürwortet.

Ein weiteres verbindendes Element stellt die Erschließungsachse in Nordsüdrichtung dar, an deren nördlichem Ende das Gebäude für den Olympiastützpunkt gut positioniert ist.

Für die Identität des Ortes wird der Erhalt des Herbergsgebäudes positiv bewertet.

Die freigehaltene Mitte wird für Fußballspielfelder genutzt. Sie sind versetzt angeordnet und bilden in Zwischenräumen kleine Restflächen, die für das Wassermanagement genutzt werden. Die Idee wird positiv gesehen, deren Gestaltung erscheint noch beliebig.

Insgesamt bietet der Beitrag eine gute Grundlage für die stadträumliche Entwicklung des gesamten Gebietes.

Modell © Machleidt GmbH
Modellfoto
© Machleidt GmbH

Perspektive
Perspektive

Perspektive
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Lageplan
Lageplan

Plan 1
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Plan 2
Plan 2

Plan 3
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