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    Städtebau  
 

Interdisziplinärer offener Planungswettbewerb mit Ideenteil im zweiphasigen Verfahren für
Stadtplaner und/oder Architekten in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten
"Sportforum Berlin, Berlin Lichtenberg"

Ergebnis: Anerkennung


Anerkennung:
4.875 Euro
  NUWELA
Büro für Städtebau und Landschaftsarchitektur, Unterhaching

Verfasser: Julian Numberger, Michael Wenzel

vn-a visual network art architecture, Berlin
Verfasser: Thi Thu Huong Vu, Tuan Dung Nguyen
Mitarbeit: Julia Böhnlein, Yen Le Kim Thi



Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Idee einer sich zu einem See aufweitende Wegepromenade als zentraler öffentlicher Raum des Sportforums in Verbindung mit den angelagerten Nutzungen wird begrüßt. Die Integration der Sportarena im Zentrum wird besonders gewürdigt. Die sehr kleinteilige Verteilung der übrigen Baukörper wird in räumlicher und maßstäblicher Hinsicht jedoch kritisch gesehen.

Besonders gewürdigt werden die spannenden Ideen für Interimsaktivitäten in der ersten Bauphase.

Die sich aufweitende Achse bietet eine gute Orientierung, in den übrigen Bereichen ist jedoch keine intuitive Orientierung gegeben. Die städtebaulich-landschaftliche Vernetzung Richtung Norden zum SLZB über die verkehrsberuhigte Fritz-Lesch-Straße erscheint sehr gut gelöst. Die Anbindung des Friedhofs und Vorschläge für eine integrierte Nutzung der Fläche sind angemessen und nachvollziehbar.

Das zentrale Wasserelement bietet einen Ort für eine Verzahnung mit der Öffentlichkeit, nicht plausibel ist allerdings die Lage des Sees auf dem Hochpunkt des Areals. Der eingestellte Baumhain stört die Sichtbeziehung zum Olympiastützpunkt und mindert die Wahrnehmbarkeit des öffentlichen Bereichs um den See. Die Raumbildung im Bereich zwischen Großer Sporthalle, Beachvolleyballhalle und Arena kann nicht überzeugen.

Der Mobility-Hub mit Sportflächen auf dem Dach im Eingangsbereich und im Kontext zur denkmalgeschützten Großen Sporthalle wird kritisch gesehen. Durch die Lage der Spielfelder können Lärmkonflikte mit der Wohnnutzung im Süden auftreten. Die Idee eines Biergartens mit Bezug zur Brauerei wird in ihrer Lage gewürdigt.

Eine sinnfällige Clusterung der einzelnen Sportnutzungen ist nicht nachzuvollziehen. Auch wird stark in den Gebäudebestand eingegriffen. Die z. T. großflächig versiegelten Flächen im Außenraum wirken wenig gegliedert. Der Mehrwert durch informelle Sportarten ist nicht zu finden.

Die klare Strukturierung des Geländes durch Baumreihen bildet einen Kontrast zu den hutewaldartigen, naturnah gestuften Pflanzungen, die einen Ausgleich von Vegetationsverlusten darstellen.

Das an sich schlüssige Entwässerungskonzept sieht eine Kaskadierung mit Dachbegrünung und in die Hutewälder integrierten, dezentralen Versickerungsflächen vor. Nicht nachvollziehbar ist jedoch die Lage des Sees am höchsten Punkt des Geländes.

Modell © Machleidt GmbH
Modellfoto
© Machleidt GmbH

Perspektive
Perspektive

Perspektive
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Lageplan
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Plan 1
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Plan 2
Plan 2

Plan 3
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