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    Städtebau  
 

Offener Realisierungswettbewerb in zwei Phasen für
Bewerbergemeinschaften aus Architekten*innen und Landschaftsarchitekten*innen
"Erweiterung Schulstandort Sandinostraße, Berlin Lichtenberg"

Ergebnis: Anerkennung


Anerkennung:
8.000 Euro
  Architektur: DFZ Architekten GmbH
Verfasser: Stephen Kausch
Mitarbeiter: Matthias Wolf (Projektleiter)

Landschaftsarchitektur:
Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin GmbH
Verfasser: Bernd Joosten
Mitarbeiter: Martin Schmitz

Tragwerksplanung / Bauphysik: WETZEL & VON SEHT
Verfasser: Bernd von Seht

TGA: Eneratio Ingenieurbüro für rationellen Energieeinsatz GbR
Verfasser: Michael Hildmann



Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Verfasser formulieren innerhalb des Campus zwei gleichwertige Quartiere für beide Schulen. Sie ergänzen die Bestandsgebäude von Grundschule und ISS mit strukturell identischen Bausteinen, die jeweils Mensa, Mehrzweckbereich und Turnhallen enthalten. Durch diese L-förmigen Körper entstehen zwei etwa gleich große, direkt zugeordnete, ungestörte Pausenflächen. Die repetitive Struktur gliedert den Campus in zwei lesbare Schulstandorte, was den aktuellen Anforderungen sehr gut entspricht, jedoch wenig Flexibilität für künftige Nutzungsänderungen bietet.

Die Erweiterung der Gutenbergschule als dritter Baustein formuliert den südlichen Abschluss des Campus. Hier ist die Situierung aus der städtebaulichen Struktur der Umgebung nicht nachvollziehbar, da keine räumlichen Bezüge hergestellt werden. Die Sportfreiflächen sind kompakt und stimmig nachgewiesen. Der MEB wird selbstverständlich in den Campus und das Wegesystem integriert.

Die Erschließung beider Bestandsgebäude über die vorhandenen Hauptzugänge führt zu ungünstigen Raumabfolgen im Foyer/Mensabereich. So führt die Verbindung vom Hauptzugang der Grundschule zur Mensa entlang des zum Hof orientierten Lernmittelraums. Hier wäre eine größere Transparenz wünschenswert.

Die Erweiterungsbausteine bilden sowohl im EG mit Mensa/Mehrzweckbereich und Musikräumen als auch in den Funktionen der Turnhallen die Anforderungen ab. Die Raumhöhe des zusammenschaltbaren Mensa- und Mehrzweckbereichs ist etwas gering. Durch die gleichwertigen Zugänge von Süden und Norden entsteht eine optimale Verbindung sowohl zum MEB als auch zu dem Erweiterungsbau der ISS.

Der Erweiterungsbau der ISS ist klar und funktional strukturiert. Die zentrale Erschließung teilt das Gebäude in zwei symmetrische Compartments. Im EG wäre eine direkte Verbindung von Foyer und Bibliothek wünschenswert, die durch die Lage der Treppenhäuser nicht möglich ist. Die Organisation der Compartments entspricht den Anforderungen, die Teamarbeitsräume sollten einen direkteren Bezug zu den Klassenräumen haben.

Die vorgeschlagenen Fassaden sind angemessen und bilden die Typologie der Gebäude ab. Die Holzkonstruktion mit vorgehängten Betonelementen wirkt überinstrumentalisiert.

Modell © Hans-Joachim Wuthenow
Modellfoto
© Hans-Joachim Wuthenow

Perspektive außen
Perspektive außen

Perspektive innen
Perspektive innen

Lageplan
Lageplan

Grundriss EG
Grundriss EG