link  Aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie auf der Sonderseite der Senatskanzlei.
 link Fragen zum Coronavirus? Nutzen Sie auch den Chatbot Bobbi!
download Infoblatt: So reduzieren Sie das Infektionsrisiko / Reduce the risk of infection with the coronavirus! /
    Koronavirüs enfeksiyonu risklerini azaltalım! / Снизить риск заражения коронавирусом! / ! تقليل مخاطر العدوى بفيروس كورونا


    Städtebau  
 

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Architekten/innen als Generalplaner/innen
"Neubau Kindertagesstätte Gudrunstraße, Berlin Lichtenberg"

Ergebnis: Anerkennung


Anerkennung:
4.000,- Euro
  Architektur/GP:
CKRS-Architektengesellschaft mbH, Berlin
Verfasser: Roland Kuhn
Mitarbeit: Riccardo Dirella, Monique Kirmse,
Gina Radon, Eva Hartmann

Landschaftsarchitektur:
TDB Landschaftsarchitektur, Berlin
Thomanek Duquesnoy Boemans
Verfasser: Dipl.-Ing. Karl Thomanek
Mitarbeit: Dipl.-Ing. Luka Gilic

Tragwerksplanung:
ifb frohloff staffa kühl ecker, Berlin
Verfasser: Michael Kühl



Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Verfasser erzeugen mit der Figur des Gebäudes eine eigenständige Haltung im städtebaulichen Kontext. Der schlanke Baukörper an der Gudrunstrasse knickt im Osten nach Norden ab und verspringt zur Rüdigerstraße. So wird einerseits der Außenraum durch das Gebäude selbst schallgeschützt im Süden begrenzt und gleichsam eine sehr gelungene Eingangssituation erzeugt, welche mit dem Durchblick durch das Foyer in den Garten sehr positiv gewertet wird.

Im gut dimensionierten Eingangsbereich führt eine große Treppe mit Sitzpodesten in das OG, ein Luftraum verbindet die Geschosse visuell miteinander. Der Multifunktionsraum kann sich gut in das Foyer erweitern.

Das Gebäude wird durch die die Geometrie der Kriemhildstraße aufnehmende Schotten strukturiert. Auf zwei Ebenen orientieren sich die zusammengefassten Raumgruppen, bestehend aus den Gruppenräumen mit den Gruppennebenräumen und Sanitärräumen, zum Garten. Die Gruppenräume sind recht schmal und schließen mit einer schräg verlaufenden Fassade Richtung Norden ab. Die Dimensionierung lässt eine schwierige Belichtung und auch Nutzung der Räume erwarten. Die einhüftige Erschließung verläuft straßenseitig, sie weitet sich rhythmisierend vor den Zugängen zu den Gruppenräumen.

Die offenen Garderoben bespielen die sich jeweils aufweitenden Flurflächen. Diese sind im EG über eine Lochfassade belichtet. Im OG sind keinerlei Ausblicke in den Stadtraum vorgesehen und die Verkehrsfläche lediglich über Oberlichter belichtet. Hier wäre mehr Licht und Ausblick sehr wünschenswert gewesen. Die Entfluchtung über eine weitere offene Treppe sowie zwei Außentreppen wird kritisch gesehen.

Im Kopfbau befinden sich im Erdgeschoss die Küche und funktional sinnvoll die Verwaltung auf beiden Ebenen. Ein Dachgarten mit einer Außentreppe zum Vorplatz liegt etwas isoliert und ist schwer zugänglich. Der Mehrwert dieses Gartens wird infrage gestellt, ebenso die Zugänglichkeit zum Vorplatz.

Die Rhythmisierung des Gebäudes setzt sich im Dach weiter fort: Flach geneigte Giebel zur Straße nehmen die Gliederung der inneren Struktur auf. Die Materialität des Gebäudes mit einer Klinkermauerfassade im EG und einer hölzernen Bretterschalung im Obergeschoss wirkt ästhetisch, aber im städtischen Kontext auch etwas fremd, fast dörflich.

Die Topographie des Geländes ist in der Straßenfassade ablesbar: hier verjüngt sich der Erdgeschossbereich Richtung Westen, was zu funktionalen Einschränkungen und einer Stützmauer zur Kriemhildstraße führt.

Die Arbeit überzeugt städtebaulich durch ihre eindeutige Haltung und leistet einen guten Beitrag zur gestellten Aufgabe. Die große Hüllfläche und das große Raumvolumen lassen auf hohe Baukosten schließen.

Modell © H.-J. Wuthenow
Modellfoto
© Fotograf H.-J. Wuthenow

Perspektive
Perspektive

Ansicht
Ansicht

Schnitt
Schnitt

Grundriss EG
Grundriss EG