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    Städtebau  
 

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Architekten/innen als Generalplaner/innen mit Tragwerksplaner/innen und Planer/innen der Technischen Ausrüstung mit anschließendem Verhandlungsverfahren (VgV)
"Typensporthallen für Berlin, Land Berlin"


Ergebnis: Anerkennung


Anerkennung:
12.000,- Euro
  Architekt als Generalplaner: ZOOMARCHITEKTEN GmbHt, Berlin
Verfasser: Marc Richter, Dipl. -Ing. Architekt BDA, Gunnar Ring, Dipl. -Ing. Architekt BDA, Jens Bauermeister, Dipl. -Ing. Architekt BDA
Mitarbeit: Agnés Wantuch, Sebastian Johnke, Anna-Lena Berger, Steffen Gerhardt

Tragwerksplaner: LHT Lichtenau Himburg Tebarth Bauingenieure GmbH, Berlin
Verfasser: Dipl.-Ing. Andreas Tebarth, Dipl.-Ing. Rens Lichtenau, Prof. Dr.-Ing. Stefan Himburg
Mitarbeiter: André Windemuth

Planer der TGA: ZBP Zimmermann und Becker GmbH, Leipzig
Verfasserin: Dipl.-Ing. Christian Sigismund

Sonderfachleute / Berater:
Vorbeugender Brandschutz: KLW Ingenieure GmbH, Berlin
Verfasserin: Prüfingenieur für Bandschutz Dr.-Ing. Wolfgang Menzel

Modellbau: Monath und Menzel GmbH, Berlin



Beurteilung durch das Preisgericht:

Das Gebäude entwickelt sich aus den beiden Elementen Halle und zweigeschossige Nebenraumzone. Der Zugang erfolgt über ein zentrales Foyer. Von hier gelingt auf einfache Weise die Erschließung der Hallenzugänge und des Obergeschosses. Der im Erdgeschoss angeordnete Mehrzweckraum kann sowohl direkt aus dem Außenraum als auch aus dem Foyer betreten werden und besitzt eine eigene Sanitär- und Küchenausstattung. Zwischen Foyerzone und Halle liegen die den Spielfeldern der Halle zugeordneten Geräteräume, sowie der Lehrer- und Regieraum. Der ebenfalls in dieser Raumschicht vorgesehene Technikbereich hat - anders als der in dieser Zone ebenfalls geplante Geräte- und Abstellraum - keine direkte Außenverbindung.

Erd- und Obergeschoss sind durch 2 zweigeschossige Treppenhäuser verbunden. Die im Obergeschoss angeordneten 3 Umkleide- und Sanitärbereiche sind von den Treppenhäusern über die Galerie auf kurzem Weg erreichbar. Die Lehrerräume sind mittig angeordnet. Ein Aufzug gewährleistet die barrierefreie Erschließung der Galerieebene. Eine Trennung zwischen Zuschauerbereich und Umkleidezonen ist nicht vorgesehen.

Die Struktur der Halle wird aus zwei Werkstoffen entwickelt: Stahl und Stahlbeton. Das Primärtragwerk der Dachkonstruktion bilden Stahlfachwerkträger im Abstand von 5,1m mit einer Spannweite von ca. 22m. Auf ihnen sind Trapezbleche als Sekundärtragwerk angeordnet. Nicht nachvollziehbar ist die projektierte Dachentwässerung. Ebenfalls nicht schlüssig erscheint die sehr gedrungene Ausformulierung der Fachwerkträger. Die Nebenraumzone ist als Massivbau mit Mauerwerkswänden und monolithischen Stahlbetondecken geplant. Die Hallenwände werden aus Stahlbetonfertigteilstützen mit eingeschobenen Stahlbeton-Wandelementen hergestellt und erhalten eine gedämmte vertikal ausgerichtete Trapezblechfassade.

Der kompakte Baukörper kann durch verschiedene Fassadenmaterialien, Farben und Texturen auf seine Umgebung reagieren. Energetisch sind die auf dem Gründach angeordneten PV-Elemente positiv zu bewerten. Ebenso bietet die beidseitige natürliche Belichtung ein Potenzial zur Energieeffizienz. Dagegen erscheint das fest installierte Sonnenschutzsystem als zu wenig adaptiv.

Der Gesamtentwurf zeigt eine robuste Konstruktion, wobei die Gestaltung in der Präzisierung Defizite aufweist.

Modell © H.-J. Wuthenow
Modell © Fotograf Herr H.-J. Wuthenow

Laengsansicht
Längsansicht Haupteingang

Queransicht
Queransicht

Querschnitt
Querschnitt

Grundriss EG
Grundriss EG