Städtebau  
 

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Architekten/innen als Generalplaner/innen mit Tragwerksplaner/innen, Planer/innen der Technischen Ausrüstung und Landschaftsarchitekten/innen mit anschließendem Verhandlungsverfahren
"Modulare KITA-Bauten für Berlin - Typ 60 plus"


Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
7.000,- Euro
  Architekt als Generalplaner: karlundp Dipl.-Ing. (FH) Architekt BDA Ludwig Karl, München
Verfasser: Dipl.-Ing. (FH) Architekt BDA Ludwig Karl
Mitarbeit: Dipl.-Ing. (FH) M.Sc. Luis Gutiérrez Sagüillo

Tragwerksplaner: Ingenieurteam Bergmeister GmbH, Neistift Vahrn / Italien
Verfasser: Dr. Ing. Josef Taferner
Mitarbeit: DI Bernhard Fäth

Planer der TGA: Ingenieurteam Bergmeister GmbH, Neistift Vahrn / Italien
Verfasser: DI Hermann Leitner (TA), Fach-Ing. Manfred Brugger (Elektrotechnik)
Mitarbeit: Fach-Ing. Michael Bergmeister (TA), DI Manuel Stuflesser (Elektrotechnik)

Landschaftsarchitekt: Frank Kiessling landschaftsarchitekten, Berlin
Verfasser: Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt Frank Kiessling


Beurteilung durch das Preisgericht:

Der Entwurf zeigt in der Variante mit 60 Plätzen einen kompakten riegelförmigen Baukörper. In der größeren Variante wird dieser Riegel schlüssig ergänzt durch einen kurzen Gebäudeflügel, der entweder versetzt seitlich oder winkelförmig an den Riegel angefügt wird. Damit sowie durch Drehung oder Spiegelung der Grundrisse kann auf unterschiedliche Grundstücksverhältnisse eingegangen werden.

Das Erscheinungsbild des Gebäudes wird maßgeblich durch eine vorgestellte regalartige Stahlkonstruktion bestimmt, deren Farbgebung in der späteren Planung angepasst werden kann, so dass hierdurch eine Individualisierung der Bauten ermöglicht wird. Die Fassadenidee beeindruckt insgesamt durch architektonische Qualität, konstruktive Präzision und Funktionalität. Die Materialität (Stahl) wird jedoch im Preisgericht kontrovers diskutiert und unterschiedlich bewertet.

Der Haupteingangsbereich ist gut auffindbar und großzügig dimensioniert, die räumliche Fassung eines Vorhofes in der größeren Variante entwickelt diese Qualitäten weiter. Auch die anschließenden internen Erschließungselemente sind angemessen und effizient ausgelegt, wobei auch hier die größere Variante mit hallenartigen Zonen an der Freitreppe ein Mehr an Qualität bietet. Zu bemängeln ist die Lage des Aufzugs, die keine direkte Anlieferung in die Küchenzone berücksichtigt.

Die Zonierung ist einfach und pragmatisch. Alle Aufenthaltsräume liegen an einer Gebäudeseite, es wird eine klare Rückseite erzeugt, an der ausschließlich untergeordnete Nebennutzungen angeordnet sind. Diese Konstellation ergibt allerdings relativ lange und schmale Baukörper. In der ausgearbeiteten Variante mit 120 Plätzen ist die vorgesehene Orientierung der Aufenthalträume zu zwei entgegengesetzten Himmelsrichtungen möglicherweise ungünstig.

Räumliche Organisation und Raumzuschnitte werden als im Wesentlichen einwandfrei bewertet, ausgenommen davon ist der Elternraum, der als Durchgangsraum bzw. deutlich zu schmal angelegt ist.

Der Holzbau ist konstruktiv gut durchdacht, das Bausystem ist flexibel einsetzbar, die Elementierung sowie ein hoher Grad an Vorfertigung ermöglichen eine rationelle und wirtschaftliche Realisierung.

Modellfoto © H.-J. Wuthenow
Modellfoto 60: © H. - J. Wuthenow

Ansicht 60
Ansicht 60

Grundriss EG 60
Grundriss EG 60

Grundriss OG 60
Grundriss OG 60

Modellfoto © H.-J. Wuthenow
Modellfoto 120: © H. - J. Wuthenow

Ansicht 120
Ansicht 120

Grundriss EG 120
Grundriss EG 120

Grundriss OG 120
Grundriss OG 120