Städtebau  
 

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Architekten/innen als Generalplaner/innen mit Tragwerksplaner/innen, Planer/innen der Technischen Ausrüstung und Landschaftsarchitekten/innen mit anschließendem Verhandlungsverfahren
"Modulare KITA-Bauten für Berlin - Typ 60 plus"


Ergebnis: 1. Preis


1. Preis:
20.000,- Euro
  Architekt als Generalplaner: Kersten + Kopp Architekten BDA, Berlin
Verfasser: Dipl.Ing. Minka Kersten, Dipl.Ing. Andreas Kopp
Mitarbeit: Dipl.Ing. Torsten Suschke, Dipl.Ing. Barbara Witt, B. Arch. Fee Filipzik

Tragwerksplaner: PICHLER Ingenieure, Berlin
Verfasser: Dipl.Ing. Robert Hartfiel

Planer der TGA: Häfner Ingenieure, Berlin
Verfasser: Dipl.Ing. Stefan Häfner

Landschaftsarchitekt: capattistaubach Landschaftsarchitekten, Berlin
Verfasser: Dott. Arch Tancredi Capatti, Dipl.-Ing. Mathias Staubach



Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Gebäudestruktur - zwei unterschiedlich lange riegelförmige Bauteile an einer verbindenden Erschließungsspange - ergibt sich konsequent aus der pragmatischen Zonierung der Nutzungen: Gruppenraummodule in Reihung auf der einen Seite, Funktionsräume und Nebenräume auf der anderen Seite eines zentralen Flures.

Der Haupteingang ist witterungsgeschützt eingerückt und gut auffindbar. Mit der fein detaillierten und präzise durchgearbeiteten Fassade entsteht ein elegantes Gebäude mit hoher Eigenständigkeit und eindeutiger Identität. Das Fassadenkonzept berücksichtigt mit variablen Ausfachungen der großformatigen Holzrahmenelemente auch die Ausrichtung zu unterschiedlichen Himmelsrichtungen unter genereller Einhaltung der Proportionen.

Die hohe architektonische Qualität setzt sich im Inneren fort: eine großzügige 2-geschossige Treppenhalle, Spielflure mit hoher Nutzungsqualität und gut geschnittene Raumeinheiten. Lediglich die Zuschnitte des Elternraums und des Leitungsbüros im Erdgeschoss sind zu bemängeln.

Fassadenseitig aufgereihte Gruppen- und Gruppennebenräume sind über die gesamte Gebäudelänge schaltbar, dies wird positiv bewertet. Vorzonen mit Sanitärräumen und Garderoben bilden einen funktionierenden Filter zwischen den einzelnen Gruppen und der allgemeinen Erschließung.

Die Variante mit 120 Plätzen wird unter Beibehaltung des Ordnungsprinzips durch einfache Verlängerung der Raumspangen erzeugt.

Die Konstruktion des Holzbaus aus vorgefertigten Massivholzwänden und -decken sowie Rahmenelementen für die Fassaden basiert auf einem konsequent durchgehaltenen Raster von 0,625m / 1,25m und erscheint insgesamt rationell, wirtschaftlich und flexibel umsetzbar.

Modellfoto © H.-J. Wuthenow
Modellfoto 60: © H. - J. Wuthenow

Ansicht 60
Ansicht 60

Grundriss EG 60
Grundriss EG 60

Grundriss OG 60
Grundriss OG 60

Modellfoto © H.-J. Wuthenow
Modellfoto 120: © H. - J. Wuthenow

Ansicht 120
Ansicht 120

Grundriss EG 120
Grundriss EG 120

Grundriss OG 120
Grundriss OG 120