Städtebau  
 

Verhandlungsverfahren mit intergriertem nicht offenem Planungswettbewerb
"Informationsstele – Erweiterung des Touristischen Informationssystems Berlin, Berlin-Mitte"


Ergebnis: Anerkennung


Anerkennung:
2.000,- Euro
  Gourdin & Müller - Nathanael Gourdin & Katy Müller GbR, Hamburg
Verfasser/in: Nathanael Gourdin
Mitarbeiter/in: Nora Janizzi

Landschaftsarchitektur: architekten PartGmbB, Stuttgart
Verfasser: Daniel Berger
Mitarbeit: Peter Röcker, Tim Gork, Julius Stark

Sonderfachleute:
Beratung Mediaplanung: Macom GmbH
Licht- und Raumgestaltung: Anne Boissel



Beurteilung durch das Preisgericht:

Der Entwurf überzeugt durch eine schlichte, einfache Formensprache.
Die Stele wird als angenehmer Körper in ihrer Erscheinung wahrgenommen. In ihrer tatsächlichen Proportion wirkt sie allerdings zu groß und wuchtig.
Als positiv bewertet wird die Körpertiefe, da sie viel Raum für die Integration technischer Komponenten zulässt und somit eine gute Wartung ermöglicht. Die dadurch mögliche seitliche Beschriftung wird als positiv hervorgehoben.
Durch den integrierten Sockel erhält die Stele eine gute Robustheit bzgl. der weiteren Pflege im öffentlichen Straßenraum.

Das gewählte Material Emaille wird als robuste Lösung identifiziert, allerdings stellt sich hier die Frage der kostengünstigen Austauschbarkeit der Information durch die vorgeschlagene Direktbedruckung auf der Rückseite.

In seiner grafischen Gestalt wird der Entwurf als schlichtes, zeitgemäßes Design wahrgenommen, der durch die Wahl der Schrift mit blockiger Unterlegung aber auch leider zu modisch wirkt und mit städtischen Werbeflächen verwechselt werden kann.
Die Karte ist durch die eher dunkel gehaltenen Darstellung schlecht erfass- und lesbar und wirkt zu diffizil, die Beschriftung der Landmarks zu massiv.
Die Rückseite nutzt viel Fläche, die leider wenig Informationsgehalt transportiert und durch die statische Grafik keinen Mehrwert bietet.
In der Gesamtwirkung wird ein visuell stärkerer und identitätsstiftender Berlinbezug vermisst.

Die Karte hat eine gute Fernwirkung. Die Topologie (Anordnung im Raum) der Karte ist gelöst und läßt eine räumliche Nachbarschaft erkennen. Es wurde eine ungewohnte Kartendarstellung mit ausgefallenen Ideen gewählt.
Eine gute Ergänzung bildet die Darstellung von Hausnummern. Die Blautöne suggerieren eine Nachtansicht, dabei erzeugt der Blau-Weiß Kontrast eine Flimmerwirkung bei Sehschwachen.
Die Vignetten der Landmarken sind nicht spezifisch genug und schlecht erkennbar.

Perspektive
Perspektive