Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb für Architekt/innen als Generalplaner/innen mit Tragwerksplaner/innen und Planer/innen der Technischen Ausrüstung
"Tower Flughafengebäude Tempelhof, Berlin Tempelhof-Schöneberg"

Ausschreibung


Anlass und Ziel

Der Bereich Kopfbau West des Flughafengebäudes Tempelhof sollte zum Informations- und Veranstaltungsort umgebaut werden. Anlass des Wettbewerbs war die Öffnung des Towers und der neu zu schaffenden Aussichtsplattform auf dem Dach für Besucher.

Das denkmalgeschützte Flughafengebäude Tempelhof gehört zu den größten Bauwerken der Welt. Der 7-geschossige Kopfbau West schließt den ellipsenförmigen Baukörper am Tempelhofer Damm ab. In den 50er Jahren wurde hier auf der zum Flugfeld orientierten Seite der Dachfläche ein Kontrolltower zur Überwachung des Flugbetriebs errichtet, der bis zur Einstellung des Flugbetriebs in 2008 genutzt wurde.

Das Flughafengebäude für Besucher zu öffnen und lebendig zu gestalten ist das städtebauliche Entwicklungsziel der kommenden Jahre. Eine zukunftsorientierte Nachnutzung und damit verbunden die schrittweise Instandsetzung und Modernisierung der Gebäudeteile ist für das Gebäude geplant. Weite Bereiche des Gebäudes und der Dachflächen sollen zugänglich gemacht und touristisch erschlossen werden. Das Projekt "Tower Flughafengebäude Tempelhof" ist ein erster wichtiger Baustein zur Öffnung des Gebäudes, der einen Einblick in die zeitgeschichtliche Dimension der Flughafennutzung vermittelt.

Ziel des Verfahrens war ein gestalterisch anspruchsvoller Entwurf für den Zugangsbereich im Erdgeschoss, den Ausstellungsbereich im 6. Obergeschoss und den Tower mit den angrenzenden Dachflächen. Es wurde ein sensibler Umgang mit der denkmalgeschützten Bausubstanz erwartet.

Die Öffnung des Towers im Flughafengebäude Tempelhof wird als 'Nationales Projekt des Städtebaus' durch den Bund gefördert. Für die Baumaßnahme sind geschätzte Bauwerkskosten (Kostengruppe 300 und 400) nach DIN 276 in Höhe von 8,36 Millionen Euro brutto vorgesehen. Das Vorhaben wird mit rund 6 Mio. Euro gefördert, davon anteilig 4 Mio. Euro aus Mitteln des Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundesprogramms 'Nationale Projekte des Städtebaus' sowie mit Mitteln des Landes Berlin.

Es ist geplant, die Baumaßnahme ab 2017 zu realisieren. Das Bauvorhaben muss auf Grund der Förderungsbedingungen und des Bewilligungszeitraums der Fördermittel bis zum 31.12.2018 fertig gestellt sein. Die Eröffnung ist im Jahr 2019 vorgesehen.


Luftbild
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Lageplan
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