Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten in Bewerbergemeinschaft mit Landschaftsarchitekten
"Neubau Clay-Schule, Berlin Neukölln"

Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
22.500,- Euro
  Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Verfasser: Arthur Numrich, Tiemo Klumpp, Grant Kelly
Mitarbeir: Lennart Beckebanze, Matthias Gall, Davide Abbonacci

Landschaftsarchitektur: St Raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten, Berlin

Verfasser: Tobias Micke
Mitarbeit: Matthias Werner

Technische Ausrüstung: Ingenieurgesellschaft W33 mbH, Berlin

Verfasser: Michael Moritz

Tragwerksplanung/Brandschutz: ifb – thal + huber, Berlin

Mitarbeit: Matthias Huber, Wolfgang Thal



Beurteilung durch das Preisgericht:

Die kompakte dreigeschossige Struktur mit drei Höfen wird richtig im südlichen Teil des Grundstücks positioniert und schafft am Neudecker Weg eine angemessene Zugangssituation und eine ‚Adresse der Schule‘. Durch den Versatz der Baukörper entstehen interessante, gut nutzbare Außenbereiche, die Binnenräume für Mensa und Werken schaffen. Die Sporthalle befindet sich als Pendant zum Schulkomplex im Norden des Grundstücks. Die Erschließung für externe Nutzer ist ebenso wie die Erschließung für die Schule sehr gut gelöst. Die Pausenhoffläche ist in das Ensemble integriert und bietet den Schüler/innen einen Rückzugsraum. Der Gedenkort ist durch die Lage im Eingangsbereich optimal angeordnet, leicht auffindbar und kann unabhängig von der der Schulnutzung besucht werden.

Die Positionierung der Gebäude lässt viel Spielraum für der Gestaltung der Freiflächen. Eine große Qualität des Beitrags ist die differenzierte Struktur der Freiflächen und die Einbettung des Sportplatzes in Aufenthalts- und Spielflächen. An der östlichen Grundstücksgrenze ist eine deutlichere Besetzung mit Bäumen notwendig. Es verbleiben ausreichende Optionsflächen auf dem Grundstück.

Mit einer Schulstraße wird die zentrale Erschließung aller Bereiche erreicht. Das Foyer mit Forum, Mehrzweckraum und Mensa bildet zusammen mit dem musischen Bereich den richtig angeordneten und angemessene situierten öffentlichen Bereich der Schule.

Der außerunterrichtliche Bereich ist direkt vom Foyer aus erreichbar und für außerschulische Veranstaltungen gut nutzbar. Entlang der Schulstraße sind alle Funktionen, Fachräume im Erdgeschoss und die Cluster gut auffindbar und um kleine Höfe gruppiert. Aus allen Bereichen sind direkte Zugänge ins Freie möglich. Ein Problem der Arbeit ist das nicht schlüssige Rettungswegekonzept.

Der Erschließungsbereich der Sporthalle ist nicht richtig zugeordnet. Die Konstruktion ist schlüssig. Die Fassade mit liegenden Fensteröffnungen und einer differenzierten Sockelausbildung bietet mit einer typischen Schulfassade keinen neuen Beitrag. Durch die Stärke der Außenwände mit 49 cm entstehen relativ tiefe Leibungen, die die Belichtung der Klassenräume einschränken könnte.

Die Kennwerte für Errichtungs- und Unterhaltskosten sowie für Energiebedarf sind günstig. Trotz des kompakten Volumens liegt der zu erwartende spezifische Energiebedarf - infolge der eher schmalen und tiefen Lichthöfe und dem somit erhöhten Kunstlichtbedarf - im ungünstigen Bereich. Da im Erdgeschoss der Sonnenschutz fehlt, wird auch das Raumklima als nicht durchgehend optimal erachtet.

Die vorgeschlagene Clusterbildung spiegelt den Wunsch des Nutzers wieder. Die Unterschreitung der geforderten Flächen ist erheblich. Hier wäre eine Überarbeitung und das Einhalten der Flächen laut Raumprogramm für eine funktionierende Schule notwendig. Die Qualität des Konzepts lässt jedoch eine Behebbarkeit des Mangels erwarten.

Für eine bessere Belichtung der Differenzierungsräume sollten die Höfe größer ausgebildet werden.

Modell © Fotograf Herr H.-J. Wuthenow
Modell © Fotograf Herr H.-J. Wuthenow

Perspektive
Perspektive

Lageplan
Lageplan

Grundriss
Grundriss