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Luftaufnahme 1989

Besonders im Bereich der verwilderten Bahnlandschaft entwickelte sich eine große Vielfalt an arten- und strukturreichen Biotopen. Die enge Verzahnung der unterschiedlichen Biotope schaffte Vegetationsmosaike, in die die linearen Strukturen der alten Gleisanlagen in Nord-Süd-Richtung integriert waren. Es entstand ein Ort mit einem ganz eigenen Charme, in dem die wild wachsende Vegetation die verwitternden und verrosteten technischen Bauwerke der ehemaligen Bahnnutzung, vor allem natürlich die Gleise selber, überwucherten. Von den Bahnanlagen ging eine besondere, romantische Faszination aus, die dazu führte, dass immer mehr Naturliebhaber Westberlins dieses Kleinod für sich entdeckten. Obwohl der Zugang offiziell verboten blieb, da es sich um ein von Ostberlin verwaltetes Bahngelände handelte, wurde der Besuch des Geländes geduldet.
Ab 1984 wurde zwischen dem U-Bahnhof Gleisdreieck (unterer Bahnsteig) und der Landwehrkanalbrücke eine Magnetschwebebahn erprobt und 1991 offiziell in Betrieb genommen. Diese wurde später zum Kemperplatz verlängert. Jedoch wurde die so genannte „M-Bahn“ noch im selben Jahr stillgelegt, weil die zum Teil von ihr genutzten Hochbahntrassen am Gleisdreieck für die Wiederinbetriebnahme der U2 nach der Maueröffnung benötigt wurden.



Luftaufnahme 1989
(Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)



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Von: Jähnig

17.10.2005 | 12:40
Artikel-Nr.: 55
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