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Diskussionsbeitrag | 10.11.2005 | 07:58 | Stefan Thomas

Diskussionsbeitrag Was ist gepflegter als eine Golfanlage?

Die Golfanlage am Gleisdreieck sollte erhalten bleiben, eventuell noch erweitert werden, den was ist gepflegter als eine Golfanlage? Darüber belastet dies den Stadtsäckel mit keinem Cent, da es ein privater Anbieter ist.



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Kommentare
und was ist langweiliger?
(Kommentar von Langhoff 10.11.2005 | 20:44)
....eine verwarloste Fläche ist deutlich unangenehmer!     ( Volker Adams    11.11.2005 | 11:16)
Spiele persönlich kein Golf und verspüre auch keine Neigung dazu. Dennoch halte ich es für richtig, an der Driving Range festzuhalten und diese in das Parkkonzept zu integrieren. Sie trägt nicht nur durch ihr Sport-Angebot zu einer Bereicherung der Gegend bei sondern ist auch optisch wohltuend. Die gepflegte Grünfläche ist leider etwas in Berlin Ungewöhnliches. Welche Garantien gibt es, dass der Bezirk einem Park später die nötige Pflege zukommen lassen kann? Ein kleiner Blick sollte doch genügen, um zu sehen, dass dies schon jetzt nicht gelingt. Und die bezirkliche Kassenlage wird ganz sicher nicht besser. Lieber privat finanzierte Grünfläche, die so entnehme ich den anderen Beiträgen öffentlich zugänglich ist, als die öffentliche Verwahrlosung, die wir jetzt schon überall haben!
Nachhaltigkeit    ( jan    11.11.2005 | 12:45)
ein Landschaftspark ohne Freizeitangebot ist langweilig und ein Konzept aus dem 19.Jahrhundert. Ich bin nicht dafür, dass die gesamte Fläche für Golf genutzt wird, warum sollte aber nicht ein Teil der Fläche für alle möglichen Sport- und Freizeitangebote genutzt werden? Die Golfanlage ist doch nur ein kleiner Teil der Gesamtfläche.

(Kommentar von silke 10.11.2005 | 22:51)
Nicht nur langweilig, sondern auch flächenfressend. Auf dem Gebiet des Golfplatzes kann sich niemand aufhalten, er ist ausschließlich den Golfern vorbehalten. Der Sinn des Parks sollte sein, dass die Anwohner mehr Grün erhalten. Wenn der Golfplatzbetreiber zu wenig Platz hat muss er unternehmerisch Handeln und ein Grundstück erwerben oder pachten. Aber bitte nicht auf dem Gleisdreieck. Außerdem habe ich den Eindruck, dass hier niemand Sehnsucht nach einer großen Fläche englischen Rasens hat, die wir als Nicht-Golfer nicht nutzen können.
Sehnsucht nach Grünfläche
(Kommentar von Volker Adams 11.11.2005 | 12:04)
Nun, ich empfinde eine gepflegte Rasenfläche durchaus als angenehm. Und wenn ich diese genießen kann, ohne dass auf öffentliche Mittel - die im Übrigen nicht vorhanden sind - zurückgegriffen werden muß, umso besser! Die Alternative ist ein Park, der in nächster Zukunft zugemüllt und zugekotet sein wird. Wer die anderen Berliner Parks kennt, weiß wovon ich spreche... Aber vielleicht bin ich da in meinen Überlegungen ja "spießig".
Aus dem Tiefschlaf erwacht
(Kommentar von silke 11.11.2005 | 12:34)
Ich will keine Rasenfläche, die ich mir durch einen Zaun ansehen kann. Sie haben ein Hobby, für das viel Platz nötig ist. Mir ist das egal, wenn Sie es nicht auf dem Gelände des Gleisdreiecks ausleben wollen. Wenn es Sie allerdings nicht stört, dass Kinder, Erwachsene, Sonnenanbeter, Griller und Hunde die Golfplatz-Fläche mitnutzen - bitte schön, nix gegen einen Golfplatz. Aber ein Refugium für eine winzige Minderheit ist von der Mehrheit nicht gefragt. Ich amüsiere mich jedefalls, dass seit drei Tagen die Golfer entdeckt haben, dass wir hier über die Fläche diskutieren. Seitdem dürfen wir in etlichen Beiträgen lesen, dass ein Golfplatz die Lösung aller Probleme ist. Immer schön sauber, kostenlos für die öffentliche Hand und sogar ein touristisches Ziel. Hat der Golfplatz-Betreiber die Losung ausgegeben, noch schnell mitzudiskutieren, weil er Angst hat, dass ihm das Grundstück weggenommen wird?
    ( Volker Adams    11.11.2005 | 12:49)
Ziel muß es doch sein, dass der Park möglichst Dauerhaft von ALLEN genutzt werden kann. Und dafür sind laufende Mittel nötig. Die gibts aber nicht im bezirklichen Haushalt. Also muß das Geld woanders herkommen. Und falls der Golf-Anbieter, oder sonst irgendjemand, etwas dazugibt sollte dies nicht leichtfertig abgetan werden. Denn auf einem verdreckten, zugemüllten Gelände wollen sich Kinder, Erwachsene, Sonnenanbeter und Griller - bestenfalls Hunde - gar nicht erst aufhalten. Da bekommt man erst richtige Probleme mit Vandalismus, Drogenkriminatität etc. Kann mir nicht vorstellen, dass die Anwohner da so scharf drauf sind....
Missverständnis    ( jan    11.11.2005 | 12:50)
Silke, Du gehst offenbar davon aus, dass Sportflächen und Park einander ausschließen. Das ist aber nicht so. Die Gesamtfläche sind ca. 30 ha und die momentane Golfanlage nur ca. 4 ha, also 12%. Da bleibt noch viel Platz für Park und andere Aktivitäten. Du solltest vielleicht auch mal überlegen, was dann auf dem unbewachten Park geschehen wird: Drogenumschlagsplatz, Drogenstrich, Rückzugsgebiet für Schläger, Müllkippe, etc. Nur wenn der Park belebt ist und auch von Sportlern genutzt wird, kann verhindert werden, dass eine Enklave für kriminelle Aktivitäten entsteht.

(Kommentar von silke 11.11.2005 | 19:52)
War das jetzt ironisch gemeint? Du willst mir doch nicht erzählen, dass Sportler Drogen, Kriminalität und Dreck verhindern. Oder haben Golfer ungeahnte Eigenschaften? Außerdem habe ich nichts gegen Sport. Aber warum soll eine Sportart derart in der Fläche bevorzugt werden? In irgendeinem der plötzlich zahlreich auftauchenden Beiträge der Golffreunde habe ich was von dem Wunsch gelesen, gleich einen richtigen Golfplatz zu bauen. Klar, wenn die Anwohner sich die Grünfläche dann durch den Zaun ansehen dürfen, steigen die Chancen dass es auch schön sauber bleibt. Aber das ist doch wohl echter Unsinn.


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Von: Stefan Thomas

10.11.2005 | 7:58
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