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Diskussionsbeitrag | 05.11.2005 | 18:51 | Bogenrieder

Diskussionsbeitrag Park als Zeitdokument

Veränderung von Stadtlandschaft in der Zeit.
Weitestgehender Bestandsschutz des Geländes in seiner jetzigen Form ohne das Gelände "einzufrieren".
Vielfalt erhalten.


Der Park sollte als Zeitdokument "gestaltet" (eher: nicht gestaltet) werden, wie sich Stadtlandschaften im Laufe der Zeit verändern, also zuerst industrielle/verkehrstechnische Nutzung, dann Rückeroberung der Brache durch die Natur, Zwischennutzung als Logistikzentrum für den Bau des Potsdamer Platzes, dann neue verkehrstechnische Nutzung (Schnellbahntrasse).

Topics:

1. weitestgehender Bestandsschutz der ökologischen Wildflächen, ggf. Ausweitung und Selbstüberlassung (Stichwort: die Vegatation verändert sich ständig selbst, Besiedlung Pionierpflanzen -> Büsche -> Bäume). Das Überhandnehmen einer Art sollte "gestalterisch" verhindert werden -> Auslichtung, Artenvielfalt. Die Ökoflächen müssen vor Massenansturm geschützt werden (Stichwörter: Kapselung, Vorbeileitung von Hauptwegen, kleine, versteckte Eingänge in diesem Bereich, kein Parkplatzangebot, mögliche Integration ins Museum f. Verkehr & Technik und Zutritt nur mit Eintrittskarte).

2. Bestandsschutz für die Zeugnisse der historisch-industriellen Nutzung, wie Gleisanlagen, Bahnsteige, etc. Die historischen Bögen könnten z.B. als Cafe mit angeschlossener Ausstellungsfläche (Dokumentation über die Stadtlandschaft Gleisdreieck), die S-Bahnbrücken als Parkverbindung, Eingang zum Park, das Stellwerk als Aussichtsplattform dienen.

3. Die Flächen, die als Logistikzentrum zum Bau des Potsdamerplatzes herangezogen wurden, bleiben teilweise erhalten. Sie werden Flächen für eine variable Nutzung, z.B. Abenteuerspielplatz, Lehmwerkstatt für Kinder, Kinderbauernhof, Bolzplätze, Freiflächen für temporäre Veranstaltungen z.B. Feste, Zirkus, Märkte, Ausstellungen, Skulpturen, Spiele z.B. Beachvolleyball im Sommer, Eislaufen im Winter, u.ä.. (Stichwort: Es ist immer was anderes los und es ändert sich ständig).

4. Die vorhandenen Schrebergärten Bleiben als Zeugnis einer anderen Nutzung der Stadtlandschaft erhalten. Sie könnten "geöffnet" und durch Lehrgärten ergänzt werden.

5. Die jetzigen Nutzung (Schnellbahntrasse) wird in den Park integriert, z.B. durch eine Holzbogen- o. Hängebrücke, die beide Parkteile verbindet.

6. Es wird nix modelliert und verkünstelt, das Gelände bleibt topographisch wie es ist, keine Versiegelung (keine Aspaltierung der Wege), Freiflächen für Wildblumen & -kräuter, Bepflanzung wird eingestreut (Stichwort: Streuobstwiese, Nußbäume, Fruchthecken -> Vögel), Hundeverbot.




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Von: Bogenrieder

05.11.2005 | 18:51
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